Noch immer keine heiße Spur: Rätsel um
"Pianomann" wird wahrscheinlich nie gelöst
- Identität des stummen Klavierspielers weiter unklar
- Britisches Krankenhaus hat Mann aufgenommen

Das Rätsel um den an einem britischen Strand gefundenen stummen Klavierspieler wird vielleicht nie gelöst werden. Das Krankenhaus in Dartford, das den Musiker aufnahm und seitdem versucht, seine Identität herauszufinden, hat nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Independent" (Montagsausgabe) noch keine heiße Spur.
"Wir haben viele Namen ausgeschlossen und prüfen noch weitere", sagte eine leitende Mitarbeiterin der Klinik dem Blatt. "Aber es gibt keinen eindeutigen Hinweis." Trotz der ausführlichen Medienberichterstattung über den Pianisten, der seit seinem Auffinden im April kein Wort gesprochen hat, habe sich kein Angehöriger gemeldet. "Möglicherweise lebt seine Familie völlig isoliert und hat die Artikel nicht gesehen. Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass wir vielleicht nie wissen werden, wer er ist."
Der etwa zwanzig- bis dreißigjährige Mann war Anfang April an einem Strand in der Grafschaft Kent aufgegriffen worden. Er trug einen tropfnassen schwarzen Anzug mit Krawatte und redete kein Wort. Bizarrerweise waren sämtliche Etiketten aus seinen Kleidungsstücken herausgeschnitten, was die Ermittlungen zusätzlich erschwert.
Im Krankenhaus bekam der Mann Papier und Stift in die Hand gedrückt, damit er seinen Namen aufschreiben könne - stattdessen malte er einen Konzertflügel. Als er zu einem Klavier geführt wurde, begann er stundenlang daran zu spielen; die Ermittler setzten sich daraufhin mit mehreren europäischen Orchestern in Verbindung, um herauszufinden, ob er dort irgendwo vermisst würde - auch das bisher vergeblich. (apa)
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