Bush hat hohes Selbstbild: US-Präsident betrachtet sich und Blair als Friedensstifter
- USA zur Steigerung der Afrika-Entwicklungshilfe bereit
- Bedingung dafür ist der Kampf gegen die Korruption
US-Präsident George W. Bush betrachtet sich und den britischen Premier Tony Blair als Friedensstifter. "Die Entscheidungen, die wir getroffen haben, haben die Voraussetzungen für einen Frieden für Generationen geschaffen", sagte Bush in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Times". Großbritannien hat die Angriffe auf Afghanistan und den Irak maßgeblich unterstützt.
Eine Woche vor dem G-8-Gipfel im schottischen Gleneagles zeichnen sich zwischen den beiden Partnern allerdings auch Meinungsverschiedenheiten ab. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP räumte Blair ein, dass es hinsichtlich des Kyoto-Protokolls für Klimaschutz zwischen Europa und den Vereinigten Staaten unüberbrückbare Differenzen gebe.
Bush, der eine Ratifizierung des Protokolls ablehnt, spielte die Meinungsverschiedenheiten im "Times"-Interview herunter. Es sei richtig, dass Treibhausgase auf lange Sicht ein Problem darstellten, sagte der US-Präsident. Die Vereinigten Staaten seien führend in den Bemühungen um die Entwicklung alternativer Brennstoffe.
Neben dem Klimawandel hat das Gastgeberland Großbritannien die Armutsbekämpfung in Afrika zum Schwerpunktthema des G-8-Gipfels erhoben. Bush sagte gegenüber der "Times", die USA seien bereit, ihre Entwicklungshilfe für Afrika aufzustocken. Dies gelte aber nur für Staaten, die aktiv gegen Korruption vorgingen. Die USA wünschten sich eine Partnerschaft mit Entwicklungsländern, in der beide Seiten Verpflichtungen eingingen.
(apa/red)
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