Deutscher Ex-Rüstungsstaatssekretär gesteht: "Habe Schmiergeld angenommen"
- Pfahls reuig: "Dieser Ausrutscher ist mir unerklärlich"
- Waffenlobbyist bezahlte für Panzergeschäft mit den USA
Der frühere deutsche Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls hat vor dem Augsburger Landgericht die Annahme von Schmiergeld gestanden. Der Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber habe für ihn nach einem Panzergeschäft mit den USA im Jahr 1990 umgerechnet 1,02 Millionen Euro auf einem Schweizer Konto verwahrt, sagte Pfahls am Dienstag aus.
Wörtlich sagte er weiter: "Es ist mir unerklärlich, wie es damals zu diesem Ausrutscher kommen konnte". Die Aussage sorgte für Überraschung, weil es in der Anklage um Schmiergelder für ein anderes Panzergeschäft - nämlich mit Saudiarabien - geht.
Die Aussage von Pfahls sorgte für Überraschung, weil es in der Anklage gegen ihn um Schmiergelder für ein anderes Panzergeschäft - nämlich mit Saudiarabien - geht. Schreiber habe ihn gebeten, in die Geschäftsverhandlungen mit den USA lenkend einzugreifen, berichtete Pfahls. Nach dem erfolgreichen Abschluss habe er die Annahme des Geldes zunächst abgelehnt. Schreiber habe aber gesagt: "Hab' Dich nicht so, nimms, uns tut's nicht weh".
Er habe sich dann von Schreiber "breitquatschen" lassen. "Ich habe mich irgendwie verstrickt", sagte Pfahls. Er wolle das nun aber nicht auf die Überredungskünste von Schreiber abschieben. "Ich bin schuld", betonte Pfahls. (apa)
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