Sonntag, 3. Juli 2005

Zittern vor neuem Semester: Überrennen
tausende deutsche Studenten unsere Unis?

  • EU-Urteil am 7. Juli: Beschränkungen dürften fallen
  • PLUS: Alle Infos zum drohenden Chaos auf den Unis

Der Kampf um die Studienplätze ist eröffnet: Am Montag haben an den ersten Universitäten die Zulassungsfristen für das Wintersemester 2005/06 begonnen. An der Universität Wien, der Medizinischen Universität Wien und der Technischen Universität (TU) öffneten die Inskriptionsschalter. Brisanz bekommt dies durch das am Donnerstag fallende Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu den Zugangsbeschränkungen für EU-Studenten an den österreichischen Unis. Sollten die Beschränkungen fallen, droht ein Ansturm von Studenten aus den Nachbarländern, allen voran Deutschland.

Falls Österreich das Verfahren verliert, plant das Bildungsministerium, bereits am 8. Juli per Gesetz den Unis Platzbeschränkungen in sieben Fächern (Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Biologie, Pharmazie, Psychologie sowie Betriebswirtschaft) zu erlauben. Laut Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) werden vor dem 7. Juli erfolgte Inskriptionen aber nicht für ungültig erklärt. Das heißt, dass eine schnelle Inskription den Studienplatz jedenfalls sichern dürfte. An der Medizin-Uni Wien lautet das Motto unabhängig vom EuGH-Urteil überhaupt "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst". Bereits im ersten Studienabschnitt wird die Zahl der Studienplätze für Praktika und Übungen auf 1.560 beschränkt und nach der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Laut Hochschülerschaft haben sich bisher aber erst rund 800 Studenten vorerfassen lassen.

(apa/red)

3.7.2005 22:14