"Für alle Zeiten" ausgeschlossen: Strache strikt gegen Wiedervereinigung mit BZÖ
- Ergebnis der Parteifinanzen-Sonderprüfung am 7. Juli
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FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache schließt eine Wiedervereinigung mit dem vor drei Monaten abgespaltenen BZÖ "völlig" und "für alle Zeiten" aus. Wieder mit Menschen zusammenzugehen, die "so amoralisch gehandelt" hätten, sei völlig ausgeschlossen, sagte er am Samstag in der ORF-Radio-Reihe "Im Journal zu Gast". Zu den Parteifinanzen wollte Strache noch nicht Stellung nehmen; das Ergebnis der Sonderprüfung werde am 7. Juli in einer Pressekonferenz präsentiert.
"Möglich" sei der kolportierte Schuldenstand der FPÖ von 5,5 Mio. Euro, sagte Strache nur - und gab an, dass ihm der Prüfbericht noch nicht vorliege. "Unwahr" sei, dass er von Ex-Parteichefin Susanne Riess-Passer Geheimnisse über Jörg Haider habe erfahren wollen - und dass alle Spesenbudgets vom damaligen Parteivorstand genehmigt worden seien.
Strache sieht die freiheitliche Basis hinter sich und der FPÖ und ist überzeugt, dass die FPÖ bei der Wien-Wahl im Herbst wieder in den Gemeinderat einziehen wird. Einmal mehr fand er scharfe Worte für das BZÖ unter Jörg Haider: Das Bündnis habe "ohne Anstand und Moral gehandelt", "Wählerbetrug" betrieben. Die Trennung sei für die in der FPÖ verbliebenen eine "Befreiung" gewesen: "Die Häuptlinge sind gegangen und haben keine Indianer mitgenommen", die "Indianer" stünden jetzt zur FPÖ und zu ihm, meinte Strache.
In der FPÖ werde es neun Landesgruppen geben, auch Vorarlberg und Oberösterreich - die zuletzt einen eigenständigen Kurs betont haben - seien "gesichert". Gespräche mit diesen beiden Ländern liefen gut.
"Ausgeschlossen" ist für Strache, dass die FPÖ bei der Wien-Wahl im Oktober die Fünf-Prozent-Hürde verfehlt, "wir werden einen tollen Wahlerfolg erzielen", demonstrierte er Optimismus. Strache rechnet überdies "fest" damit, dass im Herbst auch der Nationalrat neu gewählt wird, denn Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) sei als "Trickser und Pokerspieler bekannt". (apa/red)
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