Uni-Zugang: ÖH tritt "bedingungslos
für den offenen Hochschulzugang" ein
- Gespräche mit Deutschland über deren Zugang
- PLUS: Die acht Themenschwerpunkte der Zukunft
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"First Come, first serve" auf Medizin-Uni Wien
"Bedingungslos für den offenen Hochschulzugang" tritt die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) ein. "Es gibt keine Beschränkungen, die objektiv und fair sein können und zu denen die ÖH ja sagen würde", betonte die neue stellvertretende ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ) bei der Antritts-Pressekonferenz der neuen ÖH-Exekutive am Freitag. Inhaltlich konzentriert sich die ÖH in den kommenden beiden Jahren auf acht Themenschwerpunkte von Feminismus bis Soziales.
Die neue ÖH-Chefin Rosa Nentwich-Bouchal (Grüne und Sozialistische StudentInnen/GRAS) betonte, dass mit den nun geplanten Beschränkungen für Studienanfänger in einigen Fächern "Tür und Tor" für weitere Auswahlverfahren etwa vom Umstieg vom Bakkalaureats- auf das Magisterstudium geöffnet würden. "Bildung ist ein Menschenrecht und muss für jeden offen stehen", so Nentwich-Bouchal. Mit Zugangsbeschränkungen würde dieses den jungen Menschen genommen.
Mit Deutschland verhandeln
Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dürfe man "nicht sofort panikartig reagieren", so Nentwich-Bouchal. Stattdessen solle man zumindest ein Jahr lang probieren, vernünftige Regelungen zu finden. Dabei sollte unter anderem mit Deutschland über eine Kapazitätsausweitung der dortigen Studienplätze verhandelt werden - immerhin drohe in Deutschland ein Mediziner-Engpass.
Die neuen Pläne der ÖH
Generell will die ÖH in den kommenden beiden Jahren ihre "kritische Stimme stärker machen", meinte Nentwich-Bouchal. Für die Studenten soll es auch innerhalb der ÖH stärkere Mitsprachemöglichkeiten geben, etwa durch Hörerversammlungen.
Als konkrete Projekte nannten die beiden ÖH-Chefinnen die Etablierung einer Frauen-Sommeruniversität, die Erstellung eines jährlichen "Berichts zur Lage der Studienrichtungen", die Etablierung einer Schuldnerberatung an der ÖH, den Ausbau selbst organisierter Lehre durch Ringvorlesungen, die Erstellung eines Weißbuchs zur Frauenförderung und die Herausgabe neuer Broschüren (etwa zum Studienrecht oder zum richtigen Zitieren).
Ausgebaut werden sollen unter anderem die Berufsschüler- und die Maturantenberatung und die Vernetzung mit den Pädagogischen Akademien. Ein Schwerpunkt wird auch auf Antidiskriminierung gelegt: Analog zum jährlichen Rassismusreport von ZARA soll es künftig einen Diskriminierungsreport geben. Geplant ist auch ein bundesweiter Frauenkongress, um auch Frauen die Möglichkeit zu geben, Seilschaften aufzubauen. An der ÖH selbst soll ein "geschlechtergerechtes Budget" erstellt werden. (apa/red)
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