Für Wien-Wahl: Parteichef Barnet hofft auf Westenthaler als BZÖ-Spitzenkandidat
- Wr. BZÖ-Chef: "Würde Wiener freuen, wenn er es macht"
- Mit Westenthaler sei Einzug in Landtag so gut wie sicher
Der Wiener BZÖ-Chef Günther Barnet hofft weiter darauf, den ehemaligen FPÖ-Spitzenpolitiker Peter Westenthaler doch noch als Spitzenkandidat des Bündnisses für die Wiener Gemeinderats- und Landtagswahl im Herbst gewinnen zu können. "Ich mag ihn, ich mag ihn wirklich gern, deswegen freut es mich, wenn er es ist", so Barnet am Mittwoch am Rande des Landtags zur APA und zu Radio Wien.
Fix sei aber noch nichts, denn es sei zwar evident, dass mit Westenthaler gesprochen worden sei, aber es gebe keinen Abschluss. Barnet wollte daher auch nicht die Vorabmeldung der Info-Illustrierten "News" kommentieren, wonach Anfang September ein "personeller Überraschungscoup" mit dem Ex-FPÖ-Politiker als oranger Spitzenkandidat für Wien geplant sei. Dass der derzeitige Magna-Manager mit BZÖ-Obmann Jörg Haider bereits "so gut wie handelseins" sei, wollte Barnet auch nicht bestätigen.
"Ich glaube, es würde uns genauso wie andere Wiener freuen, wenn er das macht", meinte der Wiener BZÖ-Chef jedenfalls. "Er war lange Kommunalpolitiker, und er passt voll zu dem, was wir repräsentieren." Auch die Auseinandersetzung mit dem nunmehrigen FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache würde Westenthaler sicherlich reizen, so Barnet. Außerdem: "Diskussionen, dass wir den Einzug nicht schaffen, wären dann sofort weg."
Westenthaler dementiert Rückkehr in Politik
Der frühere FP-Klubchef Peter Westenthaler hat Gerüchte über seine mögliche Rückkehr in die Politik einmal mehr dementiert. "Auch beim 17. Mal wird dieses Gerücht nicht wahrer", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von Westenthaler-Assistentin Elisabeth Adler. "Wie bei den vorangegangen 16 Mal auch heute die selbe Antwort: Westenthaler plant keine berufliche Veränderung, sondern fühlt sich bei Magna sehr wohl und ist dort als erfolgreicher Manager tätig. Er sieht daher keinen Anlass dies zu verändern."
Westenthaler war von 1991 bis 1999 FPÖ-Gemeinderat in Wien, dann wechselte er in den Nationalrat, wo er als Klubobmann fungierte. Im Jahr 2002 schied er aus der Politik aus und wurde Vorstand des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB). Aus der FPÖ ausgetreten ist er am 8. April 2005. Über ein mögliches Engagement beim BZÖ wollte er sich damals nicht äußern. Mitte Juni meinte er anlässlich der Anschuldigungen der FPÖ gegen die frühere Parteichefin Susanne Riess-Passer, dass die Lust auf ein politisches Comeback nach "solchen Geschichten" gering sei.(apa/red)
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