Dienstag, 28. Juni 2005

Kein Ende der Spesendebatte: Kosten
für Landeshauptmann-Fest dementiert

  • Haider: Nur 50.000 Schilling wurden ausgegeben

Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B) hat nochmals zurück gewiesen, in der FPÖ ein Spesenritter gewesen zu sein. Das "profil" hatte zuletzt berichtet, dass Haider seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Spesenrahmen von rund 360.000 Euro gehabt habe. Unter anderem sollen für ein Fest "100 Tage Landeshauptmann" im Jahr 2000 rund 1,5 Millionen Schilling aufgewendet worden sein.

Haider bestritt diesen Betrag im "ORF-Report". Wenn die Summe stimmen würde, wäre das kritikwürdig, so der Landeshauptmann. Er habe sich aber bei den Veranstaltern nochmals erkundigt und diese hätten ihm mitgeteilt, dass seinerzeit nur 50.000 Schilling für das Fest ausgegeben worden seien.

Überhaupt habe er nie auch nur einen Euro an Spesen verrechnet, so Haider. Es habe sich um Aufwendungen im Zuge von Wahlkämpfen und ähnlichen Veranstaltungen gehandelt. Gleichzeitig habe er seine Pflichten als Landeshauptmann nicht vernachlässigt, versuchte er die hohen Kosten für Autos und Flüge zu erklären. In jeder Firma würden derartigen Kosten finanziert, so Haider.

Der Wiener Steuerexperte Werner Doralt machte indes auf einen anderen Punkt aufmerksam: Wenn die frühere FP-Chefin Susann Riess-Passer - wie kolportiert - auf Parteikosten Kleidung angeschafft habe, so müsse die FPÖ dafür Lohnsteuer zahlen. (apa/red)

28.6.2005 22:03