15 Verletzte bei Zugunfall in Tirol: Zug-stangenbruch erforderte Vollbremsung
- Ein Mann wurde bei Unglück schwer verletzt
Insgesamt 15 Verletzte hat ein Zugunglück mit einer Garnitur der Rollenden Landstraße in Pfons im Tiroler Wipptal am Sonntagabend gefordert. Die Fahrgäste waren nach einer Notbremsung durch den Waggon geschleudert worden. Der Lokführer blieb unverletzt, teilte die Gendarmerie mit.
Der Zug war gegen 21.45 Uhr aus Wörgl (Bezirk Kufstein) mit zwei E-Loks, 22 beladenen Waggons und einem Personenwaggon losgefahren. Im Gemeindegebiet von Pfons brach die Zugstange des ersten Waggons hinter den Loks. Die angehängten Garnituren wurden dadurch mechanisch von den Loks getrennt. Zudem rissen die Luftschläuche ab.
Automatisch wurde eine Schnellbremsung eingeleitet. Die beladenen Waggons mit einem Gesamtgewicht von rund 1.100 Tonnen wurden durch die Bremswucht auf die Lok aufgeschoben. Die Mitfahrenden wurden bei dem Vorfall teilweise schwer und teilweise leicht verletzt. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurden sie mit der Rettung in die Klinik nach Innsbruck eingeliefert.
Wegen des unwegsamen Geländes an der Unfallstelle mussten die Feuerwehren aus Pfons, Matrei am Brenner und Mühlbachl die Rettungsaktion unterstützen. Der Bahnbetrieb konnte bis 23.50 Uhr nur auf einem Gleis geführt werden. Die Erhebungen zur Klärung der Unfallursache wurden eingeleitet.
(apa/red)
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