Und es geht noch ein bisschen mehr! Sprit könnte schon bald wieder teurer werden
- Im Sommer wird Anhebung auf bis zu 70 Dollar erwartet
- Anstieg des Rohölpreis bis 100 US-$ je Barrel möglich!!!
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Autofahrer sollten sich in den nächsten Monaten darauf einstellen, dass Benzin und Heizöl noch teurer werden. Experten gehen laut einem deutschen Medienbericht davon aus, dass die Preise für Öl und Benzin im Sommer neue Höchstmarken erreichen. Die Öl-Expertin der Deka-Bank wird mit den Worten zitiert, der Barrel-Preis für Rohöl könne sich bis auf 70 Dollar (57,9 Euro) erhöhen. Dies habe weitere Knappheit zur Folge.
Am Freitag hatte der Rohölpreis je Barrel (zu je 159 Liter) einen Höchststand von 60 Dollar erreicht. Den Volkswirt Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank zitiert die Hamburger "Bild"-Zeitung mit den Worten: "Die starke Benzinnachfrage in den USA während der Urlaubszeit wird den Ölpreis weiter in die Höhe treiben."
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hält indes einen Anstieg der Rohölpreise auf mehr als 100 Dollar für denkbar. "Unter ungünstigen Bedingungen kann auch die 100-Dollar Marke überschritten werden", sagte der Chef der IfW-Abteilung für Umwelt- und Ressourcenökonomie, Professor Gernot Klepper, der "Berliner Zeitung" (Samstag) "Wir müssen uns nur vorstellen, dass die Weltwirtschaft um drei oder vier Prozent pro Jahr wächst, die Gewalt im Irak auf den wichtigsten Ölförderer Saudiarabien übergreift und sich die politische Lage in Russland verschlechtert."
Die Politik forderte Klepper auf, aus den hohen Energiepreisen Schlüsse zu ziehen. "Nach den Gesetzen des Marktes werden die Konsumenten von sich aus auf hohe Öl- und Benzinpreise reagieren, also ihren Verbrauch reduzieren. Die Politik wäre klug beraten, diese Anpassungsprozesse aktiv zu unterstützen." So könnte beispielsweise durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs die Abhängigkeit weiter Bevölkerungsteile vom Auto vermindert werden. Klepper betonte, dass aus seiner Sicht die hohen Ölpreise nicht dafür sprechen, wieder verstärkt auf Atomkraft zu setzen. "Ich persönlich denke, dass wir uns mit der Atomkraft ohne Not für viele Jahrzehnte auf eine Technik festlegen, die nur wenige Spezialisten beherrschen und bei der die Gesellschaft nach wie vor die Risiken nur schwer abschätzen kann."
(apa/red)
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