Internetbetreiber für günstigeren Zugang: Regulator soll Entbündelungsmiete senken!
- ISPA und VAT fordern Senkung von 10,90 auf 6,71 Euro
- Telekom Austria weist Gutachten als "fehlerhaft" zurück
·Regulierung bremst
Investitionsanreize
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·Erst 2,5% der Haus-halte entbündelt
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Die alternativen Telekom- und Internetbetreiber fordern eine Senkung der Gebühren für den direkten Kundenzugang (Entbündelung) durch den Telekomregulator von monatlich 10,90 auf 6,71 Euro. Überhöhte Kosten und mangelhafte Prozesse würden den Infrastrukturwettbewerb und damit den weiteren Breitband-Internet-Ausbau hemmen, hieß es auf einer Pressekonferenz der ISPA (Internet Service Providers Austria) und des VAT (Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber).
Von den fast 3 Millionen Teilnehmeranschluss-Leitungen der Telekom Austria (TA) seien nur knapp 2,5 Prozent entbündelt, hier fehle der Wettbewerb, kritisieren die Anbieter. Österreich sei bei der Breitbandnutzung im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern zuletzt deutlich zurückgefallen. Um wieder vorne dabei zu sein, müssten die Entbündelungsmieten gesenkt, die einmaligen Einrichtungskosten halbiert und ortsübliche Mieten statt "Fantasiepreisen" für Kollokationsräume verlangt werden, meinen ISPA und VAT.
Ein neues Gutachten, das von Professor Adolf Stepan von der Technischen Universität Wien im Auftrag von Tele2UTA durchgeführt wurde, belege, dass die aktuelle Entbündelungsmiete um fast 40 Prozent zu hoch sei und von 10,90 auf 6,71 Euro gesenkt werden müsse. Grundlage für diese Berechnung sei ein in vielen Branchen übliches dynamischen Kalkulationsmodell, das neben wesentlichen Inputfaktoren wie Nutzungsdauer oder Kapitalzinsen auch die jährlichen Produktivitätssteigerungen und die Inflation mitberücksichtige.
TA weist Gutachten als "fehlerhaft" zurück
Die Telekom Austria (TA) hat das von den alternativen Telekom- und Internetbetreibern vorgestellte Gutachten über eine notwendige Senkung der Entbündelungsmieten als "fehlerhaft" zurückgewiesen. In der Kalkulation würden beispielsweise die Lebensdauer der Kupferkabel und die Kosten für die Nachlegung nicht beachtet. Zudem gebe es einen "Rechenfehler". Außerdem lägen die Entbündelungskosten in Österreich im EU-Schnitt, betonte die TA. (apa/red)
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