Jagd auf Autofahrer: So werden ab jetzt jeden Monat Verkehrssünder abkassiert
- Ab Juli: Bei 3 Vergehen ist der Schein für 3 Monate weg
- Strafobergrenze auf 5.000 Euro mehr als verdoppelt

Punkteführerschein: Ab 1. Juli gilt: Bei 3 Vergehen ist der Schein für 3 Monate weg.
Höhere Strafen: Die Strafobergrenze wurde auf 5.000 Euro mehr als verdoppelt.
Schluss mit Lustig: Österreichs Exekutive verstärkt die Alkohol- und Radarkontrollen. Durch den Einsatz von Vortestgeräten kann die Kontrolldichte verzehnfacht (!)werden.
Der Habicht machte fette Beute. Im Zuge der gleichnamigen Verkehrssicherheitsaktion wurden innerhalb einer Woche österreichweit nicht weniger als 74.000 Sünder ertappt, mehrere Millionen Euro Strafe kassiert. Dabei zeigte sich wieder einmal des Österreichers Vorliebe fürs Gasgeben: Denn die 46.000 erwischten Raser machten den Großteil der Habicht-Beute aus. Kein Wunder, dass nach dieser Bilanz das Innenministerium bereits an eine Fortsetzung denkt. So soll die mit über 21.000 Beamten sowie in länderübergreifender Kooperation mit tschechischen, slowakischen, polnischen, ungarischen und slowenischen Exekutiveinheiten durchgeführte Operation scharf sicher nicht die letzte gewesen sein. Unser Ziel ist es, derartige Schwerpunktaktionen wochenweise zu bestimmten Themen einmal im Monat abzuhalten, bestätigt ÖVP-Verkehrssprecher Werner Miedl.
Das Netz wird enger. Tatsächlich scheint es, als mausere sich der Habicht für die österreichischen Autofahrer immer mehr zum beutegierigen Geier: Section Control, vermehrte Planquadrate, intensive Pickerlkontrollen und, infolge der Polizeireform, um zehn Prozent mehr Exekutivbeamte auf den Straßen das Netz um die Autofahrer wird jetzt immer enger geknüpft.
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