So werden Sie zum Börsenprofi: Teil 2 präsentiert "den Weg zu sicheren Erträgen"
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ATX, DAX & Co - Laufend aktuelle Kurswerte
Lesen Sie im zweiten Teil der FORMAT-Börsenserie, nach welchen Kriterien die Topexperten ihre Lieblingsaktien aussuchen und wie Sie an der Börse ohne Risiko investieren können.
Alois Wögerbauer, Manager des 3-Banken Österreich-Fonds, braucht sich über mangelnde Erfolge nicht zu beklagen. Sein Wien-Aktienfonds hat in den vergangenen zwölf Monaten beeindruckende 68 Prozent Gewinn eingefahren und liegt damit momentan weltweit auf Platz fünf von über 6.000 Investmentfonds. Vor ihm sind nur noch Produkte für Exotenmärkte wie Indonesien und die Türkei platziert.
Wögerbauer verdankt seinen Erfolg vor allem der sorgfältigen Analyse der Bilanzen seiner Kaufkandidaten. Sein aktueller Favorit ist Böhler-Uddeholm: "Das Unternehmen macht heuer voraussichtlich 13 Euro Gewinn pro Aktie. Das ergibt auch beim jetzigen Kurs von 106 Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8,1." Damit ist Böhler etwa ein Drittel billiger als der Durchschnitt der Wiener Börse. Und Böhler dürfte für 2005 eine Dividendenrendite von fünf Prozent anpeilen - ein Wert, bei dem jedes Sparbuch passen muss.
FORMAT zeigt im zweiten Teil der Serie "So werden Sie Börsenprofi", nach welchen Rezepten die erfolgreichen Investoren ihre Aktien aussuchen, welche ihre derzeitigen Toptipps sind und wie Sie Ihr Risiko von Kursverlusten mit speziellen Produkten verringern oder sogar ganz ausschalten.
Schritt für Schritt zum Erfolg
Das größte Problem für jeden Investor ist der richtige Einstiegszeitpunkt. Auch Profis können sich gewaltig irren, wie zahlreiche Käufe noch unmittelbar vor Ende der High-Tech-Blase im Jahr 2000 beweisen.
Ein ganz einfaches System, um solchen Kalamitäten zu entkommen, ist das laufende Investment von gleichmäßigen Beträgen. Dann kauft man nämlich in extrem billigen Phasen wie etwa im März 2003 automatisch günstig ein. Wer zum Beispiel vor zehn Jahren einen Fondssparplan für den Raiffeisen-Osteuropa-Aktienfonds abgeschlossen hat und regelmäßig 100 Euro im Monat einzahlte, besitzt heute bei einem Einsatz von 12.000 Euro über 32.000 Euro - und das bei einem relativ gleichmäßigen Wachstum des Vermögens. Entscheidend ist nur, in der Börsenflaute nicht die Nerven wegzuschmeißen und zur Unzeit Kasse zu machen. Mit einem ähnlichen Prinzip wie bei einem Sparplan kann man später abkassieren: Man nimmt laufend Gewinne mit und vermeidet so das angestrengte, aber in der Praxis nie erfolgreiche Warten auf den optimalen Ausstiegszeitpunkt.
Unter Garantie gewinnen
Noch mehr Sicherheit bieten Börsegarantieprodukte. Sie werben mit dem Versprechen, selbst im schlimmsten Crash wenigstens den Einsatz zurückzuzahlen. Allerdings hat diese Garantie einen Preis - so müssen nicht nur bei den Ertragschancen deutliche Abstriche gemacht, sondern oft auch hohe Spesen gezahlt werden. So legen viele Garantieprodukte besonders bei kurzen Laufzeiten nur einen kleinen Teil des Kapitals an der Börse an, der Rest ruht niedrig verzinst in Anleihen. Außerdem schlägt noch der Finanzminister zu: Der Gewinn aus Börsegarantieprodukten unterliegt der KESt, während die Kursgewinne bei einem Direktinvestment in Aktien oder Fonds nach Ablauf von 12 Monaten steuerfrei bleiben.
Vor einem Investment in Garantieprodukte sollte man also genau schauen, mit wie viel Prozent man an einem etwaigen Anstieg der Börsen wirklich beteiligt ist, und welche Sicherheitsmerkmale vor herben Verlusten schützen. So gibt es seit etwa zwei Jahren Produkte, bei denen ein einmal erzielter Höchststand auch bei einem nachfolgenden Kursrutsch abgesichert wird, etwa den Osteuropa-Garantiefonds der Capital Invest oder spezielle Varianten einiger Fondspolizzen.
Börse plus Mindestzinsen
Manche Garantieprodukte sind sogar mit einer Mindestverzinsung ausgestattet: Der Rohstoff Protect Garant der Österreichischen Volksbanken bietet während der siebenjährigen Laufzeit eine fixe Jahresverzinsung von 1,5 Prozent pro Jahr. Zusätzlich bekommt der Anleger am Ende noch 85 Prozent des Anstiegs eines Rohstoffindizes gutgeschrieben - allerdings werden von einem positiven Ertrag erst die insgesamt 10,5 Prozent Fixzinsen abgezogen.
Für Anleger, die sich mit einer Teilgarantie zufrieden geben, eignen sich Protect-Bonus-Zertifikate, die zum Beispiel Sal. Oppenheim anbietet. Hier gilt die Garantie nur so lange, bis ein Minimalwert unterschritten wird. Am besten schneiden die Anleger ab, wenn es während der Laufzeit nur zu geringen Kursbewegungen kommt, weil dann auch im Falle leichter Verluste ordentliche Gewinne anfallen. So bekommen Anleger beim Oppenheim Protect-Bonus-Cap-Zertifikat auf den Dax am Ende der Laufzeit im Jahr 2010 einen Dax-Stand von 5.200 gutgeschrieben, auch wenn der Dax von derzeit 4.600 Punkten zurück Richtung 3.000 marschiert. Das maximale Gewinnniveau ist bei einem Dax von 6.400 Punkten erreicht, dann wird automatisch abgeriegelt.
Für notorisch optimistische Börsenbullen sind solche Produkte mit begrenzten Gewinnchancen naturgemäß weniger geeignet. Sie sollten lieber die AsienGarantie der Schoellerbank in der Variante "Dynamik" unter die Lupe nehmen: Falls die chancenreichen Fernostbörsen steigen, wächst ihr Vermögen sogar mit doppelter Geschwindigkeit. Mit etwas Glück kann man so noch schnell auf die Überholspur wechseln, falls man den Höhenflug der Wiener Börse bisher verpasst hat.
Noch mehr Infos finden Sie im Anschluss und im aktuellen "FORMAT"

