Siebenter Confederations Cup als Appetit- Anreger für die Weltmeisterschaft 2005!
- OK-Chef Franz Beckenbauer: "Ein wunderbarer Test"
- Europameister Griechenland als der Flop der Mini-WM
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Fußball-Feste auf dem Rasen, Party-Stimmung auf den Tribünen, Euphorie um das deutsche Team - und nun auch noch die Neuauflage des WM-Endspiels von 2002 gegen Weltmeister Brasilien: Der einst gering geschätzte "Confederations Cup" erweist sich in seiner siebenten Auflage in Deutschland als der erhoffte Appetit-Anreger für die WM 2006.
"Das ist ein wunderbarer Test. Die Begeisterung und Qualität der Spiele könnte nicht größer sein. Wir haben viele Spiele mit hochklassigen Aktionen gesehen", lobte Franz Beckenbauer am Donnerstag in einer Zwischenbilanz des deutschen WM-Organisationskomitees in Frankfurt/Main das hohe Niveau dieser Mini-WM, die bisher sehenswerten Offensivfußball bot.
Das Turnier sei "an Attraktivität kaum zu überbieten", weil die Teilnehmer durchwegs mit ihren stärksten Teams angereist seien. "Das ungeliebte Pflänzchen, das schon ausgerissen werden sollte, ist zu einem Wettbewerb geworden, der passt", sagte der OK-Präsident, der während des Turniers mehr als 10.000 km zurücklegt hat, um möglichst an allen Spielorten präsent zu sein.
Die Fernseh-Übertragung in mehr als 170 Ländern mache die weltweite Bedeutung der Veranstaltung deutlich. Die Auslastung der Stadien, die bei etwa 90 Prozent liege, bezeichnete Beckenbauer als enorm. Erfreulich sind auch die 37 Tore in den zwölf Gruppen-Spielen (Schnitt 3,08 Tore), die WM 2002 in Japan und Südkorea hatte es nur auf einen Torschnitt von 2,52 Treffern gebracht.
Löw: "Spiele waren auf recht hohem Niveau"
"Wir haben sehr unterhaltsame und interessante Spiele gesehen. Ich glaube, die Zuschauer hatten sehr viel Spaß. Die Spiele waren auf einem recht hohen Niveau mit einem hohen Tempo. Alle versuchen, nach vorne zu spielen", sagte Ex-Austria-Trainer und Klinsmann-Assistent Joachim Löw. Mehr als nur ein Farbtupfer im Kreis der Kontinental-Meister waren die "Kleinen", auch wenn sie erwartungsgemäß bereits nach Gruppe die Koffer packen mussten.
Die größten Fortschritte auf dem Weg zu einer Fußball-Großmacht wiesen die Japaner nach, die Griechenland aus dem Turnier warfen und Weltmeister Brasilien am Mittwochabend in Köln an den Rand einer Niederlage brachten. "Die Japaner hätten es verdient gehabt", zollte Beckenbauer dem Asien-Meister großen Respekt. Andererseits bekannte der OK-Chef: "Ein Ausscheiden Brasiliens wäre nicht gut gewesen."
Während auch Ozeanien-Meister Australien mit erfrischendem Offensiv-Fußball imponierte und überdies mit dem vier Mal erfolgreichen John Aloisi bisher den Top-Torjäger stellt, entpuppte sich der Europameister als Flop des Turniers. Otto Rehhagels Griechen, die schon vor einem Jahr in Portugal weniger durch Spielkunst als durch Effektivität geglänzt hatten, wirkten "Verbraucht" und traten als einzige Team ohne Torerfolg die Heimreise an. "Unser Problem liegt im Angriff, das lässt sich nach insgesamt fünf Spielen ohne Tor nicht wegdiskutieren", sagte "König Otto".
(apa)










