Kein Gewinner beim Confed Cup-Kracher:
Deutschland gegen Argentinien endet 2:2
- Remis bringt Klinsmanns Mannen den Gruppensieg
- Afrika-Meister Tunesien schlägt Australien verdient 2:0
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Auch ohne Kapitän Michael Ballack hat sich die deutsche Nationalmannschaft den Gruppensieg beim Confederations Cup gesichert. Die DFB-Elf konnte die schwarze Serie gegen die Großen des Weltfußballs aber auch im 13. Anlauf nicht beenden. Mit der bisher stärksten Turnierleistung erreichte das Team von Jürgen Klinsmann am Dienstag in Nürnberg ein 2:2 (1:1) gegen Argentinien und spielt im Halbfinale am Samstag gegen den Zweiten der Brasilien-Gruppe B.
Vor 42.088 Zuschauern im Frankenstadion reichte den Deutschen eine zweimalige Führung durch Kuranyi (29.) und Asamoah (51.) nicht zum ersten Erfolg gegen Argentinien seit dem gewonnenen WM-Finale von 1990. Herrliche Tore von Riquelme (32.) und Cambiasso (74.) sicherten den Südamerikanern wie schon beim letzten Aufeinandertreffen im Februar in Düsseldorf ein Remis. Wermutstropfen für die deutsche Elf: Schweinsteiger ist nach seiner zweiten Gelben Karte im Halbfinale gesperrt.
Ohne die geschonten Ballack und Podolski blieb der erste Sieg gegen ein Top-Ten-Team seit dem 7. Oktober 2000 (1:0 in England) aus.
Die Gastgeber starteten gut. Bereits in der 5. Minute hatte Kuranyi das 1:0 auf dem Fuß, doch der künftige Schalker schoss freistehend über das Tor. Die Südamerikaner mussten bis zur 18. Minute auf ihre erste Gelegenheit warten, als Figueroa frei zum Kopfball kam. Nach einer halben Stunde wurde die Klinsmann-Elf für ihre Überlegenheit belohnt. Nach einem abgewehrten Hitzlsperger-Freistoß landete der Ball bei Ernst, dessen Schuss Kuranyi ins argentinische Tor verlängerte.
Doch das DFB-Team durfte sich nicht lange über die Führung freuen. Als Ernst vor der Strafraumgrenze Zanetti zu Fall brachte, zirkelte Riquelme den fälligen Freistoß zu seinem dritten Turnier-Tor ins Netz. Sechs Minuten nach der Pause sorgte Asamoah für die erneute Führung. Doch 16 Minuten vor dem Ende überlistete Cambiasso den fehlerlosen DFB-Torhüter Hildebrand mit einem spektakulären Schuss aus 16 Metern.
Tunesien besiegte Australien dank Doppelpack von Santos 2:0
Afrika-Meister Tunesien hat sich mit einem 2:0-Sieg gegen Australien vom Confederations Cup verabschiedet. Nach Niederlagen gegen Deutschland und Argentinien gelang der Mannschaft des französischen Trainers Roger Lemerre am Dienstagabend in Leipzig durch zwei Tore des eingebürgerten Brasilianers Francileudo Silva dos Santos (26., 70.) der einzige Erfolg im Turnier. Die Australier, 1999 noch Dritter des Confed-Cups, blieben hingegen auch in ihrem letzten Spiel bei der Mini-WM sieglos.
Das Interesse an der bedeutungslosen Partie der Gruppe A war gering. Nur 23.952 Fußball-Fans hatten den Weg ins 44.199 Zuschauer fassende Zentralstadion gefunden. Die Hälfte davon war mit Kartenpreisen unter fünf Euro angelockt worden, und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Die beiden bereits gescheiterten Teams traten mit ihren B-Mannschaften an, entsprechend schwach war das Niveau der Begegnung.
Immerhin sahen die Zuschauer drei Tore, doch ein regulärer Freistoß-Treffer von Adel Chedli wurde in der 23. Minute wegen einer angeblichen Abseitsposition von Haykel Guemamdia nicht anerkannt. Drei Minuten später jedoch gingen die zielgerichteter spielenden Nordafrikaner verdient in Führung. Eine Flanke von Mehdi Nafti ließ der von Lucas Neill behinderte australische Ersatz-Torwart Michael Petkovic durch die Hände gleiten. Dos Santos nahm das Geschenk dankbar an und staubte zum 1:0 ab.
In der 70. Minute stellte dos Santos seine Torjäger-Qualitäten erneut unter Beweis und brachte mit seinem 19. Treffer im 27. Länderspiel den Sieg der Tunesier unter Dach und Fach. (apa/red)










