Mittwoch, 22. Juni 2005

Nach der Formel 1-Farce von Indianapolis: Niki Lauda sieht die F1 ernsthaft in Gefahr

  • Rennzirkus ist in 2 Lager gespalten: Ferrari vs. Rest
  • Michelin: Reifen beim Frankreich-GP kein Problem

Ex-Weltmeister Niki Lauda befürchtet nach dem Skandalrennen von Indianapolis eine Spaltung der Formel 1 und sieht akuten Handlungsbedarf für die Motorsport-Macher. "Die Formel 1 ist ernsthaft in Gefahr, wenn sich nicht alle Teams schnellstens in einen Raum einschließen, bis weißer Rauch aufsteigt", sagte der Österreicher einer deutschen Zeitung.

Gibt es keinen Konsens, "zwingt der politische Machtkampf die Hersteller dazu, eine eigene Serie zu starten - das wäre das Ende der Formel 1", so Lauda in der Münchner Zeitung "tz".

FIA-Präsident Max Mosley persönlich habe den Einbau einer Schikane vor dem Rennen verhindert, schreibt das Blatt und nennt den Engländer den "Totengräber des Rennens". Lauda differenziert: "Das Problem ist aber nicht nur Max Mosley. In Indy wurde deutlich, dass die Formel 1 in zwei Lager gespalten ist: Ferrari und der Rest. Hätte Ferrari der Schikane zugestimmt, hätte auch Mosley nachgegeben."

Michelin beschwichtigt in Hinblick auf Frankreich GP
Reifenhersteller Michelin hat im Hinblick auf den kommenden Formel 1-GP von Magny Cours am 3. Juli die Veranstalter beruhigt. "Wir haben von Michelin Garantien bekommen, dass die technischen Probleme von Indianapolis in Magny Cours nicht auftreten werden", hieß es in einer Stellungnahme der Organisatoren des Frankreich-Rennens.
(apa/red)

22.6.2005 09:30
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