Freitag, 24. Juni 2005

Loeb ist auch bei der "Akropolis" das Maß der Dinge: Stohl nach Unfall ausgeschieden

  • Bei Tages-SP Grönholm 15,2 Sekunden abgenommen
  • Werksteams baten in "Gewichtsaffäre" um Unterredung

Weltmeister Sebastien Loeb ist der Herr der Schotterpisten dieser Welt. Der Franzose hat am Freitag die erste Etappe der Akropolis-Rallye im Raum Lamia gewonnen, der WM-Leader nahm im Citroen Xsara WRC auf der letzten Sonderprüfung des Tages dem Finnen Marcus Grönholm im Peugeot 307 15,2 Sekunden ab und setzte sich damit an die Spitze des Klassements. In der "Gewichtsaffäre" baten die Chef der nicht betroffenen Teams die FIA-Stewards um eine Unterredung.

Loeb hatte in den ersten Prüfungen wegen seiner Startnummer eins heftig zu kämpfen. "Wir sind die Straßenräumung hier, zu viel Schotter überall", jammerte der Sieger von fünf der bisher sieben WM-Rallyes. Ein Erfolg in Griechenland wäre der fünfte Sieg en suite 2005, nach dem Auftakttriumph in Monte Carlo war zwei Mal der Norweger Petter Solberg im Subaru Impreza als Erster über die Zielrampe gegangen.

Doch Solberg hatte gewaltig mit den verschiedensten technischen Problemen an seinem Impreza zu kämpfen, der aktuelle WM-Zweite kam als 14. in den Service Park zurück. Und die Sache mit dem untergewichtigen Auto in der Super Special Stage war zumindest formal noch nicht ganz ausgestanden. Die Chefs der vier nicht betroffenen Werksteam hatten die Stewards am Freitagabend zum Gespräch gebeten. Nur die FIA konnte die Entscheidung - Geldstrafe statt Ausschluss, wie es das Reglement eigentlich vorsieht - aufheben, damit war allerdings nicht zu rechnen, weil sie gegen ihre eigenen Kommissäre vorgehen müsste.

Neben dem Impreza von Solberg hatten auch jene von Chris Atkinson (AUS) und Stephane Sarrazin (FRA) sowie der Mitsubishi Lancer des Italieners Gigi Galli bei einer Gewichtskontrolle die gefordertern 1.230 kg unterschritten.

Tadellos war der Auftritt des zweifachen Weltmeisters Carlos Sainz, er lag im Citroen Xsara WRC in seinem zweiten (und angeblich letzten) Comeback-Rennen an dritter Stelle. Ein bisher glänzender Verlauf für das Team Citroen, das in der Konstrukteurs-WM-Wertung vier Punkte hinter Spitzenreiter Peugeot liegt.

Ausgeschieden sind am ersten Tag nach einem Verbremser und einer gebrochenen Radaufhängung am Citroen Xsara WRC Manfred Stohl/Ilka Minor, das OMV-Duo wird am Samstag im Rahmen der "SupeRally" weiterfahren und die Prüfungen zu Trainingszwecken nützen. (apa/red)

24.6.2005 16:57