Beach-Volleyball: Nach drei Damen-Pleiten gelang am zweiten Tag erster ÖVV-Sieg
- Gosch/Strauß schlagen Landsleute Berger/Doppler
- PLUS: Bei der Auslosung drohte der WM ein Boykott!
·Beachvolley-WM: Skandal ist perfekt!
Spielerinnen drohten vor der Auslosung mit Boykott!
Der Steirer Florian Gosch und der Salzburger Bernhard Strauß haben sich für ihren ersten Sieg gegen die Ex-Europameister Nik Berger/Clemens Doppler den besten Zeitpunkt ausgesucht. Sie gewannen am Mittwoch bei der Beach-Volleyball-WM in Berlin gegen ihre Landsleute 2:1 und zogen in Runde zwei ein. Wie Berger/Doppler rutschten auch Robert Nowotny/Peter Gartmayer in den Loser-Pool, sie unterlagen dem US-Duo Jacob Gibb/Stein Metzger 0:2.
Schon bei Olympia in Athen hatte die Auslosung ein Österreicher-Duell ermöglicht, Berger/Gosch gegen Nowotny/Gartmayer. Diesmal kam es auf Grund der Absagen zweier Teams zum OVV-Gipfel. Die nach Rang fünf in Gstaad favorisiert gewesenen Ex-Europameister Berger/Doppler kamen aber nie richtig ins Spiel, profitierten im ersten Satz eher von einer schwachen Phase von Strauß.
Im Durchgang zwei legte der 30-Jährige seine Nervosität ab, über ein gutes Side-Out und den auch oft einarmig gespielten bärenstarken Block von Gosch wendete sich das Blatt. Dazu kamen schlimme Fehler von Doppler, wofür es nach dem Match eine Erklärung gab. Berger: "Clemens hat Probleme mit seinem verletzt gewesenen Knie, es hat ihm einen Stich gegeben. Aber vielleicht ist es mehr Kopfsache. Und auch ich habe ja Fehler produziert."
Gosch/Strauß hatten gegen Berger/Doppler schon einmal in Podersdorf und beim heurigen Saison-Start in Wien Matchbälle gehabt, der nunmehrige Erfolg ist eine Bestätigung ihres Aufwärtstrends. "Das war heuer unser erster Sieg in einem World-Tour-Hauptbewerb", freute sich Gosch. "Ein, zwei Partien wollten wir hier gewinnen, jetzt geht's lockerer weiter." Nächste Gegner waren noch am Mittwoch um 16:00 Uhr die Russen Barsuk/Arkajew (14).
Die beiden anderen ÖVV-Paare spielen erst wieder am Donnerstag, ihre Gegner in den Duellen gegen das Out bzw. Rang 33 wurden am Nachmittag ermittelt. Nowotny/Gartmayer spielten ein solides Start-Match, hielten jeweils bis 18:18 mit, vergaben in Durchgang zwei sogar einen Satzball. Nowotny: "Wir haben beim Satzende jeweils leichte Fehler gemacht, die wurden ausgenutzt. Es war aber vor allem beim Side Out eine Steigerung da."
So sah es auch Trainer Martin Olejnak: "Das hat wieder einmal nach Beach-Volleyball ausgesehen. Sie nähern sich der Form des Vorjahres. Dass es kein Sieg wurde, lag im ersten Satz an zwei Service-Fehlern und im zweiten wurden zwei Punktbälle nicht verwertet."
Alle Damen-Paarungen verloren
Für die drei österreichischen Damen-Teams war die Beach-Volleyball-WM in Berlin am Dienstag gleich nach dem ersten Turniertag wieder beendet. Sara Montagnolli-Ebenbichler/Sabine Swoboda, Doris und Stefanie Schwaiger sowie Christina Gschweidl/Barbara Hansel bezogen sowohl in der ersten Hauptrunde als auch danach in der ersten Runde des Loser-Pools ausschließlich Niederlagen und beendeten die WM damit jeweils an der geteilten 33. Stelle.
Nachdem die ÖVV-Damen in ihren Hauptrunden jeweils ohne Satzgewinn gescheitert waren, setzte es im Loser-Pool für die Schwaiger-Schwestern gegen die Italienerinnen Perrotta/Gattelli (-16,-16) und für Gschweidl/Hansel gegen die Italienerinnen Bruschini/Lunardi (-10,-17) wieder 0:2-Schlappen. Montagnolli-Ebenbichler/Swoboda holten beim 1:2 (-16,19,-8) gegen die Niederländerinnen Keizer/Leenstra immerhin einen Satz.
(apa/red)
