Dienstag, 21. Juni 2005

Beach-Volleyball: Skandal bei der WM-Auslosung - Boykott vorerst abgewendet!

  • Ein Handfester Streit schon vor dem ersten Aufschlag
  • Damen: Wegen Sonderregelungen für die US-Teams

Die Weltmeisterschaften im Beach-Volleyball in Berlin hatten bereits am Vorabend des ersten Spieltages einen Skandal. Bevor die Auslosung der Frauen am späten Montagabend stattfinden konnte, wollten die Spielerinnen Aufklärung über das Startrecht der US-Duos haben und drohten mit Boykott.

Obwohl die US-Beacher die Spieler-Vereinbarung des Weltverbandes FIVB für dieses Jahr nicht unterschrieben haben und deshalb vom Internationalen Volleyball-Verband für die Welt-Tour in dieser Saison ausgeladen sind, wurde den USA die WM-Teilnahme zugestanden. Mit Kerri Walsh/Misty May kommen die Titelverteidiger und Athen-Olympiasieger aus den USA.

Die WM ist aber Teil der Welt-Tour, daher wollte die Konkurrenz wissen, zu welchen Bedingungen die USA-Teams teilnehmen können. Es ist durchgesickert, dass die US-Duos angeblich bessere Bedingungen für sich herausgeschlagen haben sollen. Auf Grund der Querelen konnte die Auslosung für die WM erst kurz vor Mitternacht vorgenommen werden.

Spielerinnen drohten, nicht anzutreten
Als der Technical Supervisor der FIVB, Peter Hreszczuk aus Australien, eine Auskunft ablehnte, drohten die Spielerinnen damit, nicht anzutreten. Hreszczuk sowie die Spielerinnen aus Brasilien und den USA hielten anschließend mit der FIVB-Zentrale in Lausanne eine Telefonkonferenz ab. Danach wurde bekannt gegeben, dass zunächst gespielt wird.

In einem von den Spielerinnen geforderten Gespräch mit FIVB-Präsident Ruben Acosta und dem Beach-Verantwortlichen Angelo Squeo will man erreichen, dass die für die US-Teams geltenden Verträge für alle Aktiven Gültigkeit haben sollen. Ansonsten wird gedroht, die WM abzubrechen und auch nicht mehr bei der Welt-Tour zu spielen. Angedacht ist die Gründung einer Spielergewerkschaft.

(apa/red)

21.6.2005 10:14