Montag, 20. Juni 2005

Beachvolleyball-WM in Berlin: Österreichs Teams machen sich wenig Hoffnungen

  • Berger/Doppler nach Platz 5 in Gstaad im Aufwärtstrend
  • Favoriten auf den WM-Titel kommen aus Brasilien

Die fünften Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften in Berlin werden ab heute bis Sonntag mit sechs österreichischen Damen- und Herren-Paarungen abgehalten. Da es keine Qualifikation gibt, stehen Sara Montagnolli-Ebenbichler/Sabine Swoboda, Christina Gschweidl/Barbara Hansel sowie Doris und Stefanie Schwaiger bzw. Robert Nowotny/Peter Gartmayer, Nik Berger/Clemens Doppler und Florian Gosch/Bernhard Strauß fix im 48-er Hauptfeld.

Die ÖVV-Erwartungen sind jedoch nicht sehr hoch, auch wenn zuletzt ein Aufwärtstrend zu erkennen war. Vor allem Nik Berger/Clemens Doppler sind nach ihrem Seuchenjahr 2004 im Kommen. Mit Rang fünf am Wochenende in Gstaad, der besten Platzierung seit 21 Monaten, haben die Europameister von 2003 vor dem Saisonhöhepunkt Selbstvertrauen getankt und sind in der Weltrangliste auf Rang zwölf geklettert.

"Wir fahren gestärkt nach Berlin, aber mit denselben Erwartungen. Es hilft für das Selbstvertrauen und dass die anderen wissen, dass wir wieder da sind. Aber wir können nicht nach dem ersten guten Turnier sagen, jetzt ist der Knopf aufgegangen und es geht so weiter", erklärte Berger und erinnert an das Vorjahr. Auch da war das Duo in Gstaad mit Rang sieben bestens in Schuss, danach aber nicht mehr.

Nowotny/Gartmayer hoffen auf den Durchbruch
Nowotny/Gartmayer sind in dieser Saison auch auf Grund von Verletzungen nicht so recht in Schwung gekommen, in der Schweiz feierten die beiden Schwechater ihren ersten Sieg auf der World Tour 2005, und das gegen Ex-Weltmeister Mariano Baracetti mit Partner. "Nach so einem Saisonstart muss man die Erwartungen etwas nach unten schrauben. Auf der anderen Seite wissen wir auch, dass wir die meisten Top-Teams auch schon geschlagen haben. Vielleicht geht uns gerade in Berlin der Knopf auf", meinte Nowotny. Für Gosch/Strauß lief es bisher so gut wie noch nie, die Qualität für einen WM-Durchmarsch ist aber wohl noch nicht da.

Bei den Damen ist Montagnolli/Swoboda am meisten zuzutrauen, das heimische Nummer-eins-Paar war zuletzt drei Mal in Serie unter den besten 20. Für die jungen Schwaiger-Schwestern gilt es, in Berlin vorrangig Erfahrung zu sammeln.

Samba-Stars gelten als WM-Favoriten
Die Favoriten kommen einmal mehr aus Brasilien. Bei den Herren führt der Weg zu Gold über die Olympiasieger und Titelverteidiger Emanuel Rego/Ricardo Santos, die auch in Gstaad (nur Brasilianer im Halbfinale) gewonnen haben und die Weltrangliste klar anführen. In den vergangenen Wochen haben sich aber auch die deutschen Paare in den Vordergrund geschoben und sind besonders beim Heimturnier zu beachten.

Der Weg zum Damen-Titel führt auch über die Brasilianerinnen, falls die von den Weltmeisterinnen Misty May/Kerri Walsh angeführten US-Teams wie im bisherigen Saison-Verlauf auch in der deutschen Hauptstadt nicht aufkreuzen. (apa/red)

20.6.2005 15:14