Wider der Klimaveränderung: Schweizer packen ihren Tortin-Gletscher ein
- Zum Schutz der Skigebiete und gegen das Abschmelzen
- 3.000 Quadratmeter Spezialfolie wurden aufgelegt
Zum Schutz der Skigebiete und gegen das Abschmelzen haben Fachleute am Schweizer Tortin-Gletscher im Skigebiet Mont-Fort im Wallis begonnen, die Eisflächen einzupacken. In 3.000 Meter Höhe soll eine Fläche von rund 3.000 Quadratmetern mit einer Spezialfolie abgedeckt werden. Schon jetzt hätten durch diese Verpackungen 15 bis 20 Zentimeter gerettet werden können, sagte ein Experte am Samstag.
Während die Außentemperatur in dieser Höhe derzeit etwa 25 Grad beträgt, werden unter den Abdeckungen nur 15 Grad gemessen. So sollen bis zum Herbst rund zwei Meter Schnee vor dem Schmelzen bewahrt werden.
Der Tortin-Gletscher ist nicht der einzige in der Schweiz, der mit Kunststoffbahnen abgedeckt wird. In Andermatt wurde ein Teil des Gurschengletschers mit einem Vlies belegt. Die Verantwortlichen begründeten die Abdeckung damit, dass sich der Gletscher am 2961 Meter hohen Gemsstock in den letzten 15 Jahren um 20 Meter abgesenkt habe. Ohne Kunstbauten sei es zu Beginn der Skisaison nicht mehr möglich, Pisten zu erreichen.
Die Folien reflektieren fast sämtliche einfallende Strahlung. Das reduziert den Schmelzvorgang. Die Folienidee stammt aus Österreich, wo vier Gletscherskigebiete großflächig geschützt werden. Viele Eisfelder verlieren jeden Sommer mehrere Meter an Höhe. Einige Gletscherskigebiete liegen heute 20 Meter tiefer als noch Anfang der 90er Jahre.
(apa)
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