Nach Irans Präsidentenwahl: US-Regierung
sieht das Land "aus dem Tritt" geraten
- Läuft Demokratisierungstrend der Region entgegen
Der Iran bewegt sich nach Ansicht der US-Regierung mit der Wahl des religiös-konservativen Kandidaten Mahmopud Ahmadinejad zum neuen Präsidenten gegen den allgemeinen Demokratisierungstrend in der Region. "Mit dem Abschluss der Wahl im Iran haben wir nichts gesehen, das uns von unserer Ansicht abbringt, der Iran sei im Vergleich zum Rest der Region aus dem Tritt geraten", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Joanne Moore, am späten Freitagabend (Ortszeit) in Washington.
Teheran stelle sich den "Strömungen der Freiheit" entgegen, die im Irak, im Libanon und in Afghanistan sichtbar seien. Die Präsidentschaftswahl sei von Anfang an mit Unregelmäßigkeiten behaftet gewesen.
Der 49-jährige amtierende Teheraner Bürgermeister hatte die Stichwahl am Freitag überraschend mit mehr als 60 Prozent der Stimmen gegen den gemäßigt konservativen Akbar Hashemi Rafsandjani (Rafsanjani) gewonnen. Ahmadinejad gilt als religiös-konservativ. Er folgt dem amtierenden, moderaten Staatsoberhaupt Mohammed Khatami nach.
(apa)
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