Papst zu Besuch bei Staatspräsident
Ciampi: Rom in Belagerungszustand
- Benedikt XVI. mit Sonnenbrillen in offener Limousine
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Papst Benedikt XVI. hat am Freitag den italienischen Staatspräsident Ciampi im römischen Quirinalpalast besucht. In Begleitung des vatikanischen Staatssekretärs, Kardinal Sodano, und des Präsidenten der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Ruini, fuhr der Papst in einer offenen schwarzen Limousine die drei Kilometer lange Strecke zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Quirinalpalast.
Rom zeigte sich am Freitag in Belagerungszustand. Der Konvoi des Papstes aus 14 Autos wurde von einem Dutzend Polizisten auf Motorrädern eskortiert. Auf der zentralen Piazza Venezia wartete der Bürgermeister von Rom, Veltroni, auf das Kirchenoberhaupt. Danach fuhr der Konvoi zum Quirinalpalast weiter, wo neben Ciampi die höchsten staatlichen Repräsentanten, unter ihnen Regierungschef Berlusconi und Außenminister Fini, auf Benedikt XVI. warteten.
Wiederholt winkte Benedikt den Schaulustigen, die beim Vorbeifahren seines Autos applaudierten. Er trug eine Sonnenbrille, wegen der starken Sonne wischte er sich gelegentlich das Gesicht mit einem weißen Taschentuch ab.
Ciampi empfing Ratzinger im Hof des Quirinalpalasts, wo eine Musikkapelle die nationalen Hymnen Italiens und des Heiligen Stuhls spielte. Der italienische Staatschef führte seinen Gast danach durch die schönsten Säle des Quirinals, das bis zum 17. Jahrhundert als Päpste-Palast diente. Etwa eine Stunde lang unterhielten sich das katholische Kirchenoberhaupt und der 85-jährige Ciampi in dessen Büro. Dabei ging es hauptsächlich um die Themen Weltfrieden und Europa, hieß es.
Ciampi war der erste Staatschef, den Benedikt XVI. nach seiner Amtseinführung im April empfangen hatte. Ursprünglich hätte der Vorgänger von Benedikt XVI., Johannes Paul II., Ciampi am 29. April im Quirinal besuchen sollen. Nach dem Treffen mit Ciampi im Vatikan am 3. Mai war dies der erste offizielle Empfang des Papstes außerhalb der Vatikan-Mauern.
(apa/red)
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