Freitag, 24. Juni 2005

Harte Strafen in Indonesien: Spieler wurde
wegen 10 Cents öffentlich ausgepeitscht!

  • Insgesamt 15 Glücksspieler auf einer Bühne gegeißelt
  • Maßnahme mit der steigenden Kriminalität begründet

Vor Tausenden Zuschauern sind in der indonesischen Muslim-Provinz Aceh am Freitag 15 Glücksspieler öffentlich ausgepeitscht worden. Es war das erste Mal, dass die Strafe in Aceh angewandt wurde seit das islamische Recht "Scharia" vor zwei Jahren in Aceh eingeführt wurde. Alle Verurteilten erhielten je zehn Peitschenhiebe. Der mit 63 Jahren älteste Verurteilte hatte im Februar bei einem Kartenspiel umgerechnet zehn Cents eingesetzt.

Die Auspeitschung auf einer speziell errichteten Bühne vor einer Moschee wurde auch im örtlichen Fernsehen übertragen. In den kommenden Wochen sollen weitere Verurteilte so bestraft werden. Die Regierung begründet die Maßnahme mit der ausufernden Kriminalität.

(apa/red)

24.6.2005 11:35