Wieder erschüttert der Terror den Irak:
32 Tote bei drei Anschlägen in Bagdad
- Französische Journalistin zur Ausreise aufgefordert
- PLUS: Rumsfeld steht dem US-Senat Rede und Antwort
·Rumsfeld: Bericht zur Lage im Irak!
US-Minister strikt gegen Zeitplan für Truppenabzug
·Irak-Konferenz: Hilfe zugesichert
Alle 85 Staaten einigen sich über Wiederaufbau
·Österreichs Aufbau-
Hilfe im Irak ist groß
1 Milliarde Euro als Start-hilfe von uns an das Land
Bei drei Autobombenanschlägen sind am Donnerstagmorgen in Bagdad innerhalb von wenigen Minuten mindestens 32 Menschen getötet worden, darunter vier Polizisten. Wie der irakische Nachrichtensender Al Irakiya weiter berichtete, wurden Dutzende Menschen verletzt. Allein bei dem ersten Anschlag riss ein Selbstmordattentäter 24 Menschen mit in den Tod, als sein Wagen ein vorbeifahrendes Polizeiauto rammte und explodierte.
Unterdessen wurde einer der meistgesuchten Terrorverdächtigen Saudiarabiens bei einem Luftangriff im Irak getötet, wie die Organisation Al Kaida im Irak am Donnerstag im Internet erklärte.
Sieben weitere Menschen kamen ums Leben, als eine zweite Autobombe per Fernzündung zur Explosion gebracht wurde, hieß es weiter. Zehn Menschen wurden dabei verletzt. Die dritte Autobombe sei vor einer Schiiten-Moschee detoniert. Die Polizei habe später sieben weitere Sprengsätze entdeckt, die in der Nähe am Straßenrand versteckt waren.
In Tus im Norden von Bagdad wurden am Donnerstag zwei irakische Zivilisten getötet und neun verletzt, als ein Autobombe explodierte. Am späten Mittwochabend waren im Bagdader Viertel Shula sieben Menschen bei der Explosion von zwei Autobomben gestorben. Weitere 52 Menschen seien verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.
Bei dem getöteten saudiarabischen Terroristen handelt es sich um Abdullah al-Rashud, die Nummer 24 auf einer vor zwei Jahren veröffentlichten Liste von 26 mutmaßlichen Terroristen. Außer ihm befanden sich nur noch zwei der dort Genannten auf freiem Fuß. Laut der von dem jordanischen Extremisten und Al-Kaida-in-Irak-Anführer Abu Mussab al-Zarqawi unterzeichneten Internet-Erklärung begab sich Rashud im April in den Irak. Dort sei er bei Kämpfen in der Nähe der Stadt Kaim an der Grenze zu Syrien getötet worden.
Das US-Militär gab unterdessen bekannt, dass die fünftägige Operation "Speer" gegen Aufständische in und um die Stadt Karabila an der syrischen Grenze am Mittwoch beendet worden sei. Dabei seien 47 Extremisten getötet worden.
In Washington sollte zum ersten Mal seit vier Monaten Verteidigungsminister Rumsfeld am Donnerstag dem zuständigen Senatsausschuss über den US-Einsatz im Irak Rede und Antwort stehen. Beobachter rechneten damit, dass die Senatoren bei der Sitzung heikle Fragen stellen werden - schließlich werden nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch die Abgeordneten zunehmend unruhig über die schlechte Sicherheitslage im Irak. Selbst republikanische Senatoren geben mittlerweile offen zu, dass sie nicht mehr an einen Erfolg glaubten. Die Vereinigten Staaten haben rund 135.000 Soldaten im Irak stationiert; jüngsten Umfragen zufolge sind 59 Prozent der US-Bürger dafür, dass die Soldaten zumindest teilweise abziehen.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien11:23
Weitere sechs ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
