Bush verteidigt Guantanamo nach Clinton-Kritik: "Lager steht für Friede & Recht"
- Ex-US-Präsident: Gefängnis schließen oder aufräumen
- George Bush lädt nun Journalisten nach Kuba ein
·Clinton übt heftige Kritik an Guantanamo
Misshandlungsvorwürfe klären oder Lager sperren
·Guantanamo wird nicht geschlossen
Cheney: In Haftanstalt sind nur 'schlechte Menschen'
·Bush: "Guantánamo
ist humane Anstalt!"
USA: 'Was wir nicht wollen, ist jemand freilassen'
·Guantanamo: Koran mit Urin bespritzt
USA räumen Missbrauch im Gefangenenlager ein
US-Präsident George W. Bush hat die Haftbedingungen in dem für Terrorverdächtige eingerichteten Gefangenenlager Guantanamo gegen Kritik verteidigt. Bush sagte am Montag in Washington auf einer Pressekonferenz, wer für Frieden und Menschenrechte eintrete, habe eine Verpflichtung zu seinem Wort zu stehen. Und das tue man in Guantanamo.
Er lud Journalisten ein, das Lager auf Kuba zu besuchen: "Ich schlage ihnen ernsthaft vor, dort runter zu fahren und sich das anzuschauen." Viele Gefangene seien "gefährliche Menschen", erklärte der US-Präsident.
Das US-Internierungslager auf Kuba werde vom Internationalen Komitee des Roten Kreuzes inspiziert. Für das Lager gälten Vorschriften zu den Haftbedingungen, wie sie ähnlich in der Genfer Konvention stünden, sagte Bush. Sein Vorgänger Bill Clinton hatte zuvor deutliche Kritik an dem umstrittenen Gefangenenlager in Guantanamo Bay geübt.
Heftige Kritik von Seiten der Ex-US-Präsidenten Clinton & Carter
Es müsse entweder geschlossen oder aufgeräumt werden, sagte Clinton der "Financial Times". "Es ist an der Zeit, dass von dort keine Geschichten mehr über Misshandlungen kommen", sagte Clinton der britischen Zeitung. In den vergangenen Wochen war der US-Militärstützpunkt nach einer Diskussion über angebliche Misshandlungen Gefangener und Koran-Schändungen zunehmend in Verruf geraten.
Vor Clinton hatten sich bereits andere renommierte Politiker wie der einstige US-Präsident Jimmy Carter in die Debatte eingeschaltet. Carter forderte wie auch einige Vertreter der US-Regierung eine Schließung des Lagers. Vize-Präsident Dick Cheney hatte dies indes zurückgewiesen. Die USA halten in Guantanamo Bay nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums etwa 520 Menschen fest, die meisten von ihnen seit gut drei Jahren. Angeklagt wurden jedoch bisher nur vier Insassen.
(apa/red)
Deutsche Sklavin befreit11:41
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren Martyrium gerettet - Nachbar: "Wurde wie ein Pferd eingespannt"
Nachbeben in Italien11:23
Weitere sechs ToteSchon wieder schwere Schäden und Todesopfer nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
