BSE-Fälle: Seit den Neunzigern rapide Abnahme der Fälle in Europa verzeichnet
- Den stärksten Ausbruch der Seuche gab es in England
Nach dem großen Ausbruch der BSE-Krise in Europa Anfang und Mitte der neunziger Jahre hat die Zahl der Infektionen seither stark abgenommen. Besonders deutlich war der Rückgang in den Jahren 2003 und 2004, wo die Zahlen laut Erhebungen der EU-Kommission auf 1.376 bzw. 865 Fälle gesunken ist.
Am verheerendsten wütete die Seuche in Großbritannien: Im Vereinigten Königreich wurden bis 2004 rund 185.000 Infektionen festgestellt. Der Löwenanteil davon entfällt zwar auf die neunziger Jahre, 2003 und 2004 gab es laut den Daten des österreichischen Gesundheitsministeriums, das im Gegensatz zur EU-Kommission auch jene Tiere mit in die Statistik einrechnet, die nicht in den Handel gelangen, 623 bzw. 791 Fälle. Damit führt Großbritannien die Negativ-Statistik nach wie vor mit Abstand an. 1992 verzeichnete die Insel einen absoluten Rekord: Damals wurden 37.280 BSE-Infektionen diagnostiziert.
In weit geringerem Ausmaß als Großbritannien, aber immer noch stark betroffen waren Irland und Frankreich, wo insgesamt rund 1.480 bzw. 950 BSE-Fälle auftauchten. Etwa gleich hoch sind die Zahlen in Deutschland: Heuer wurden in Österreichs nördlichem Nachbarland bis Ende Mai bereits 17 infizierte Kühe entdeckt. In Italien (gesamt rund 170 Fälle) waren es heuer drei.
Österreichs Statistik nimmt sich vergleichsweise harmlos aus: Mit dem nun bekannt gewordenen Fall gab es insgesamt zwei.
Die von der EU seit den neunziger Jahren verschärft betriebenen Gegenmaßnahmen scheinen zu greifen: Seit 1992, wo die Gesamtzahl für die heutigen 25 EU-Länder bei 37.301 lag, ist die Häufigkeit um ein vielfaches gesunken. Im vierstelligen Bereich lag die Statistik erstmals 1996, wo laut EU-Kommission 8.266 erkrankte Tiere verzeichnet wurden. Keine Fälle gab es bisher in Schweden, Zypern, Malta, Estland, Ungarn, Lettland und Lithauen.
(apa/red)
