Direkt neben der vierjährigen Tochter: Mann erschießt seine Lebensgefährtin
- Motiv: Frau wollte sich von dem 35-jähriger Mann trennen
Eine Eifersuchtstragödie spielte sich Samstag gegen 23.50 Uhr in einem Einfamilienhaus in Bad Vöslau (Bezirk Baden) im südlichen Niederösterreichab. Dort erschoss ein 35-jähriger Mann seine 37-jährige Lebensgefährtin. Die Frau hatte sich von ihrem Partner trennen wollen. Bei der Tat war das gemeinsame Kind der beiden, eine vierjährige Tochter, anwesend.
"Der Mann hat nach der Tat selbst die Stadtpolizei Baden angerufen", erklärte ein Kriminalist der niederösterreichischen Sicherheitsdirektion. Sofort waren Gendarmen zu dem Haus gefahren. Im Wohnzimmer wurde die Leiche der 37-jährigen Petra H. gefunden. Sie war durch einen Schuss in den Oberkörper getötet worden. Der Verdächtige, Robert P. (35), gab Eifersucht als Motiv an.
Der Kriminalist: "Das Paar hatte vor eineinhalb Jahren gemeinsam das Haus gekauft. Es ist zwischen den Partnern seit längerem immer wieder zu Streitigkeiten gekommen. Der Mann gibt an, einen Verdacht gehabt zu haben, weil die Frau SMS-Nachrichten empfangen hätte, die sie nicht deklarieren wollte. Samstagabend ist der Streit eskaliert." Auch Alkohol sei im Spiel gewesen.
Petra H. hätte erklärt: "So, jetzt gehe ich." Robert P., ein gelernter Installateur, hatte allerdings bereits etwa eine halbe Stunde davor eine geladene Pistole, eine illegale Waffe, die er vor eineinhalb Jahren von einem Bekannten gekauft hatte, an sich genommen. Aus dieser Pistole (neun mm) gab er schließlich den tödlichen Schuss ab. Sonntag mittag dauerten die Erhebungen noch an, die Leiche des Opfers wurde obduziert. Das Kind wurde Verwandten übergeben.
(apa)
