Freitag, 24. Juni 2005

Die "Bündniscard" belegt: Minister Hubert Gorbach bleibt die Nummer zwei im BZÖ

  • BZÖ hat persönliche Mitgliedkarten mit Foto verteilt
  • Haider unumstrittene Nr. 1. Miklautsch weiter Nummer 3

Die BZÖ-Spitze versucht demonstrativ symbolisch, Gerüchte zu zerstreuen, wonach Vizekanzler Hubert Gorbach von der stv. Bündnisobfrau, Justizministerin Karin Miklautsch, abgelöst werden könnte. Bei einer Pressekonferenz am Freitag wurde die so genannte "Bündniscard" präsentiert, eine persönliche Mitgliedskarte mit Foto und eindeutiger Nummernzuteilung. Demnach ist BZÖ-Obmann Jörg Haider die ungeteilte Nummer 1, auf Gorbachs Bündniscard steht die 2, Miklautsch ist Dritte. Bündnissprecher Uwe Scheuch hat die Nummer vier.

Die eindeutige Nummernzuteilung sollte also keine Zweifeln über die Positionen im BZÖ offen lassen. Glaubt man jedoch Siegmund Freud, könnte Miklautsch doch noch die Nummer zwei werden. Scheuch versprach sich nämlich bei der Kartenverteilung und meinte, "der Landeshauptmann Haider ist die Nummer eins und die Ministerin Miklautsch die zwei". Dieser Fehler wurde zwar korrigiert, im Raum war aber von mehreren Seiten "das war ein Freud'scher" zu hören.

"Der Vizekanzler ist die Nummer zwei und wird das auch bleiben", versicherten jedoch Miklautsch und Haider unisono. Gorbach selbst war bei der Präsentation der "Bündnispositionen" - dem eigentlichen Thema der Pressekonferenz - nicht anwesend, weil er mit einer "riesigen Delegation aus der Ukraine" beschäftigt war, wie Haider sagte. Der BZÖ-Chef ließ ihn aber entschuldigen und wollte ihm noch persönlich die Bündniscard überreichen. Der Kärntner Landeshauptmann machte sich nach dem Pressegespräch auf den Weg zum Vizekanzler, wie selbst er sagte.

(apa/red)

24.6.2005 12:51