Image-Crash der Politik: Für Österreicher
haben Schüssel & Co. "zu viele Privilegien"
- Für 74 Prozent kosten Politiker Gesellschaft zu viel Geld
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·Wem wird vertraut, wer ist unmoralisch?
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"Zu viele Privilegien": Politiker werden - noch vor Ausländern und Arbeitslosen - unangefochten an die Spitze der Privilegierten im Land gereiht: 74 Prozent der vom market-Institut Befragten sind der Auffassung, dass sie zu viele Privilegien genießen und die Gesellschaft zu viel Geld kosten. Das sind vier Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Und nur jeder Zweite findet, sie seien für das Land wichtig. Damit rangieren PolitikerInnen gleichauf mit JournalistInnen und ganz knapp vor SkilehrerInnen.
Die Wichtigkeit von Politik, so stellt der Pastoraltheologe Paul Zulehner fest, ist noch geringer als die von Religion: "Wenn es dann noch dazu fragwürdige und umstrittene politische Entwicklungen gibt, die den Einzelnen dennoch erreichen, verwundert ein Imageproblem der PolitikerInnen nicht sonderlich."
NEWS ging nun dem (schlechten) Ruf der PolitikerInnen hierzulande nach und wollte unter anderem wissen, ob sie die richtigen Antworten auf Zukunftsfragen haben oder ob sie über die Alltagssorgen der ÖsterreicherInnen Bescheid wissen. Bis hin zur - zum Glück hypothetischen - Frage, ob man dem einen oder anderen sein Leben oder sein Vermögen anvertrauen würde.
Ergebnis: Die von Gallup für NEWS Befragten urteilen kühl und vorsichtig. So geht die Mehrheit mit dem eigenen Leben sorgsam um und gibt die Verantwortung dafür nicht einfach ab: Das höchste Vertrauen genießt Bundespräsident Heinz Fischer - und zwar quer durch alle Wählerschichten. Ihm würden 27 Prozent sogar ihr Leben anvertrauen.
