Blau-orange Wiedervereinigung? FPÖ & BZÖ schließen Zusammenlegung nicht aus!
- BZÖ-Scheuch: "Würden FPÖ-Schulden übernehmen"
- FP-Geschäftsführer Klement: "Trennung bringt nichts"
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"Schlammschlacht"
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Ex-FP-Politiker über Deal mit Schüssel, Haider & Co
BZÖ und FPÖ streiten zwar weiterhin miteinander, doch scheint eine Wiedervereinigung doch nicht ausgeschlossen. In einem Streitgespräch zwischen BZÖ-Sprecher Uwe Scheuch und FPÖ-Bundesgeschäftsführer Karlheinz Klement in einer österreichischen Tageszeitung gerieten sich die beiden zwar wegen der Finanzen neuerlich in die Haare, allerdings gab es auch eine Annäherung. So kann sich Scheuch vorstellen, dass es nach den nächsten Nationalratswahlen zu einer Wiedervereinigung kommt. Klement meinte, "die Trennung bringt uns alles nichts".
Was die Parteischulden betrifft, bot Scheuch im "Standard" (Mittwoch-Ausgabe) per Handschlag an, die Schulden der FPÖ zu übernehmen, sollte dann auch die Parteienförderung an das BZÖ gehen. "Entweder beides oder nichts", so der BZÖ-Sprecher. Klement erinnerte an die Aussagen von BZÖ-Chef Jörg Haider vom 8. März, wonach bei einer Neugründung einer Partei aus formalrechtlichen Gründen auch die Verpflichtungen der bisherigen Partei, also die Wahlkampfschulden, zu übernehmen seien.
Klement warf Haider auch vor, "persönliche Schulden hinterlassen" zu haben. Scheuch replizierte, dass man hier vorsichtig sein müsse. "Du bist politisch nicht immun, das kann gefährlich werden". Er schließe jedenfalls aus, dass es von Seiten Haiders "irgend welche ungedeckten Schecks gibt, dass es Spesen gibt, die nicht belegt worden sind". Klement hielt wiederum Scheuch vor, nicht bereit zu sein, "das, was ihr einfach eingesackelt habt's, zurückzugeben".
Haider "Mann ohne Handschlagqualität"
Beide Kontrahenten attestieren dem jeweils anderen, möglicherweise nach den nächsten Wahlen nicht mehr den Einzug ins Parlament zu schaffen. Klement bezeichente Haider als "Mann ohne Handschlagqualität", wobei er hinzufügte, dass es ihm "leid tut, dass diese Spaltung gekommen ist. Aber mit diesen handelnden Personen wird es sicher keine Wiedervereinigung geben".
Scheuch merkte dazu an, er wolle nichts ausschließen. "Wenn man politisch erfolgreich sein will, muss man sich auf Gegebenheiten einstellen können".
Klement relativiert Aussagen
FPÖ-Bundesgeschäftsführer Klement hat eine Zusammenarbeit "oder gar Wiedervereinigung mit dem BZÖ" als "weder denkbar noch gewünscht" zurückgewiesen. Anderslautende Schlüsse aus Interviews seien falsch. "Faktum ist, dass das BZÖ hauptsächlich aus Haider, Scheuch und Co besteht und für die FPÖ mit diesen Personen weder eine Zusammenarbeit geschweige denn eine Wiedervereinigung moralisch, menschlich und politisch tunlich ist", so Klement in einer Aussendung.
(apa/red)
