Österreich: Bevölkerungszunahme auf 8,2 Millionen Menschen im Jahr 2004
- Zuwanderung als Hauptgrund für Bevölkerungssprung
- Ausländeranteil bei 9,6 Prozent, in Wien bei 18 Prozent
In Österreich leben immer mehr Menschen: Laut Statistik Austria nahm die Bevölkerung 2004 um 66.402 Personen zu, womit am 1. Jänner 2005 die Gesamtzahl 8,207 Millionen erreichte. Dieses Plus von 0,8 Prozent ist einerseits auf die positive Geburtenbilanz (weniger Todesfälle, aber mehr Neugeborene), vor allem aber auf die Zuwanderung zurückzuführen. Der Ausländeranteil liegt mittlerweile bei 9,6 Prozent und ist in Wien mit 18 Prozent am höchsten.
Die Bundeshauptstadt Wien verzeichnete auch das relativ stärkste Einwohnerplus: Die Bevölkerungszahl stiegt von 1,599 Mio. (1.1.2004) auf 1.626 Mio. (+1,7 Prozent). Im Durchschnitt lag das Wachstum in Niederösterreich sowie in Tirol und Vorarlberg (je +0,8 Prozent). Alle anderen Länder lagen dagegen darunter, wobei Kärnten mit 0,1 Prozent das Schlusslicht bildete.
Rund 800.000 Ausländer in Österreich
Mit 1.1. 2005 hatten laut Statistik Austria 788.609 ausländische Staatsangehörige ihren Hauptwohnsitz in der Alpenrepublik. Das sind um 23.306 mehr als vor einem Jahr. Unter den Nicht-Österreichern waren 137.663 EU 14-Bürger (davon 94.672 Deutsche), 69.052 aus den zehn neuen Staaten der Union, 309.895 Menschen aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (ohne Slowenien), 116.707 Türken sowie 267.160 Bürger sonstiger Staaten.
Gegenüber Ende 2003 hat die Zahl der EU 14-Bürger um 10.298, (davon Deutschland 8.015) zugenommen. Der Anstieg aus den EU 10-Staaten beträgt 8.682 und macht damit fast die Hälfte (48 Prozent) des Bevölkerungszuwachses aus dem EU-Raum aus. Die Zahl der Bürger aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien sank im Jahr 2004 um 1.747, jene der türkischen Staatsangehörigen um 6.049.
In allen Bundesländern außer Vorarlberg bilden Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien die zahlenmäßig größte Gruppe, im Ländle sind es die Türken. Den höchsten Ausländeranteil verzeichnen die Bundesländer Wien mit 18,0 Prozent vor Vorarlberg (12,9 Prozent), Salzburg (12,3 Prozent) und Tirol (10,0 Prozent).
Bezirksranking: Rudolfsheim-Fünfhaus/Wien hat höchsten Ausländeranteil
Auf Bezirksebene sind nur in der Bundeshauptstadt Ausländeranteile von über einem Fünftel zu verzeichnen. Spitzenreiter ist Rudolfsheim-Fünfhaus mit 30,7 Prozent, gefolgt von der Brigittenau (25,4 Prozent) und Ottakring (25,1 Prozent). Sehr geringe Quoten (unter drei Prozent) finden sich in sämtlichen Bezirken der Oststeiermark, im Mühlviertel (Freistadt, Urfahr-Umgebung, Rohrbach) und dem Waldviertel (Waidhofen an der Thaya, Zwettl).
(apa/red)
