Dienstag, 21. Juni 2005

Drei Festnahmen nach Attentat in Wagna: Koch und weiterer Verdächtiger verhaftet

  • Deutliche Hinweise auf versuchten Versicherungsbetrug
  • PLUS: Die BILDER der Bombenexplosion!

Im Fall der Samstag früh explodierten und eingestürzten Pizzeria im südsteirischen Wagna wurden inzwischen drei Personen festgenommen. Dabei handelt es sich um den 32-jährigen Pächter des Lokals, dessen Schwager (25), der als Koch beschäftigt war, sowie um den adoptierten Bruder (30) des Gastwirtes. "Die Sache ist so gut wie geklärt", erklärte der Chefermittler Günter Peterka.

Man müsse noch einige Zeugen und Auskunftspersonen befragen, aber im Großen und Ganzen sei der Fall abgeschlossen, sagte der Kriminalist am Dienstagabend. Die Männer stehen im Verdacht, mit Hilfe einer brennbaren Flüssigkeit, aller Wahrscheinlichkeit nach Benzin, das Lokal in Wagna in Brand gesetzt zu haben. Anstifter dürfte der Betreiber des Lokals "Mando" sein, so die Gendarmen, die beiden anderen seien für die Tatausführung verantwortlich gewesen.

Bei einer dabei erfolgten Explosion stürzten Teile des Gebäudes ein. Zwei Kleinkinder einer Familie (vier und fünf Jahre), die im Geschoss über der Pizzeria wohnte, wurden dabei getötet. Die drei Verdächtigen, die noch kein Geständnis abgelegt haben, würden demnächst in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt.

Gegen den 32 Jahre alten Lokalbetreiber besteht der Verdacht des versuchten Versicherungsbetruges mittels Brandlegung. Die Komplizen des Wirtes dürften einen Schlüssel zur Pizzeria gehabt haben, da alle Fenster und Türen verriegelt gewesen seien. Trotzdem wurde Benzin oder eine ähnliche Flüssigkeit in dem Lokal verteilt, das dann mit großer Wucht explodierte, so die Gendarmerie. Der Gastwirt selbst war zum Tatzeitpunkt in Italien auf Urlaub gewesen. Das Geschäft in der Pizzeria "Mando" sei im vergangenen halben Jahr nicht mehr so gut gegangen, hieß es seitens der Ermittler. (apa)

21.6.2005 18:19