Mittwoch, 15. Juni 2005

Der Raststationenaward ging an´s Ländle: Hohenems siegte vor Mils & Guntramsdorf

  • Die ASFINAG testete 2 Wochen alle 89 Rastationen in Ö
  • Bewertungskriterien: Gastronomie, Hygiene, Personal & Co

Im Zuge des 3. Raststationentests der ASFINAG wurden im Zeitraum zwischen 25. Mai 2005 und 08. Juni 2005 alle 89 österreichischen Raststationen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen anhand eines einheitlichen Kriterienkataloges bewertet.

Mit der Höchstnote von über 91 Punkte von 100 zu erreichenden Punkten, wurde die Raststation Hohenems (Rosenberger und Shell) auf der A 14 der Rheintal Autobahn als beste Raststation Österreichs bewertet. Platz zwei erreichte der Sieger des letzten Jahres die Raststation Trofana Tyrol (Handl und Agip) auf der A 12 der Inntal Autobahn vor der Raststation Guntramsdorf (Oldtimer - BP) auf der A 2 der Süd Autobahn. Im Auftrag des heimischen Autobahnbetreibers ASFINAG wurde dieser Test auch heuer durch die Fachhochschule JOANNEUM Kapfenberg durchgeführt.

Raststationen als Visitenkarte
Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach: "Der Test zeigt uns einmal mehr die hohe Qualität der österreichischen Raststationen. Diese sind heute nicht nur ein Ort des Rastens, sondern auch eine Visitenkarte österreichischer Gastlichkeit für Touristen und Reisende aus dem Ausland durch Österreich. Die Qualität einer Raststation hat außerdem einen direkten Einfluss auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit, denn ein ausgeruhter Autofahrer ist ein sicherer Verkehrsteilnehmer." ASFINAG Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler: "Die Sicherstellung der hohen Qualität von Raststationen ist uns im Sinne unseres 5-Punkte Programms ein großes Anliegen. So findet auch in Zukunft unser Kunde Autofahrer nahe zu überall am österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßennetz ein hohes Niveau an Qualität. "

Mystery-Phase & offizielle Testphase
Die Tester waren mit sechs Teams zu je zwei Personen im Einsatz, die innerhalb des Testzeitraumes unangemeldet jede Raststation aufgesucht haben und in einer "Mystery Phase" (ohne sich als Tester auszugeben) und in einer offiziellen Testphase überprüften. Diese setzten sich aus Schülern, Studenten und Akademikern aus ganz Österreich zusammen. Es wurde großes Augenmerk darauf gelegt, dass zumindest eine Person pro Team eine Ausbildung in Gastronomie oder Tourismus absolviert hat. Der Test umfasste auch heuer sämtliche Qualitätsmerkmale, die sich Kunden auf einer ordentlich gepflegten, freundlichen Raststation wünschen können. "Zufahrten und Außenanlagen", "Kommunikationseinrichtungen" und "Hygiene", "Sanitäranlagen" waren genauso Schwerpunkte wie "Behinderteneinrichtungen", "Gastronomie", "Personal" und "Shopangebot". Fast 300 Kriterien lagen der Befragung zu Grunde. Der Test 2005 wurde auf die Verfügbarkeit von GO-Boxen, eine Erweiterung der Bewertung von Behinderteneinrichtungen und der "Mystery Phase", also einer Begehung der Raststation ohne sich als Tester auszugeben, ausgedehnt.

Qualitätsverbesserung spürbar
ASFINAG: "Der mittlerweile 3. österreichweit angelegte Raststationentest zeigt zum ersten Mal auch einen direkten Zusammenhang mit Qualitätsverbesserungen der Raststationenbetreiber. Deutlich zu erkennen ist, dass viele Betreiber große Anstrengungen unternommen haben, um die Kundenzufriedenheit noch weiter zu steigern, um den immer größer werdenden Ansprüchen in einem gesamteuropäischen Wettbewerb gerecht zu werden." Sieger des Raststationentests 2004 war die Raststation Mils (Handl - AGIP) vor den Raststationen St. Pölten (Rosenberger - BP) und der Raststation Ansfelden-Süd (Rosenberger - Shell) beide auf der A 1 der West Autobahn. (APA/red.)

15.6.2005 11:29