Mittwoch, 15. Juni 2005

Mehr Kontrollen im Straßenverkehr: 75
Prozent der Österreicher sind dafür!

  • Ärger über Disziplinlosigkeit im Straßenverkehr ist groß
  • 53%: Schwerpunktaktion kann Verhalten nicht ändern

75 Prozent der Österreicher wollen mehr Alkohol- und Tempokontrollen im Straßenverkehr. Das ist das Ergebnis des "Verkehrsradars", der ab sofort monatlich in Kooperation von dem Meinungsforschungsinstitut OGM und dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) durchgeführt wird.

Bei der repräsentativen Umfrage wurden 500 Personen interviewt. 53 Prozent erwarten sich durch Schwerpunktaktionen keine Änderung des Fahrverhaltens.

Der VCÖ forderte am Mittwoch ausreichend Ressourcen für die Exekutive, um mehr Kontrollen durchführen zu können. Die Strafeinnahmen sollten zur Gänze für die Verkehrsüberwachung verwendet werden. Derzeit würden 20 Prozent der Strafeinnahmen in die Verkehrsüberwachung gehen. "Das ist viel zu wenig", meinte Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut.

Nur 21 Prozent meinten, die Kontrollen seien ausreichend. Vor allem Frauen (84 Prozent), über 50-Jährige (85 Prozent) sowie Maturanten und Akademiker (76 Prozent) sprachen sich für mehr Überwachung im Straßenverkehr aus.

"Auch 70 Prozent der Autofahrer wollen mehr Kontrollen. Das zeigt: Die große Mehrheit der Lenker ärgert sich über die Disziplinlosigkeit im Straßenverkehr", betonte Rauh.

Nur 39 Prozent meinen, dass die Autofahrer durch die Schwerpunktaktion "Habicht" aufmerksamer und langsamer unterwegs waren, 53 Prozent sagten, die Aktion habe keine Auswirkungen auf das Fahrverhalten gehabt.
(apa/red)

15.6.2005 09:57