Dienstag, 14. Juni 2005

Tourismus und Kirche in Einklang bringen: Alte Pilgerwege sollen neue Gäste locken

  • Über 30 Wallfahrtsziele werden touristisch vernetzt
  • Wegstrecke von Deutsch Jahrndorf bis Maria Bild

Dem Trend zum Wandern und zu Pilgerreisen will ein grenzüberschreitendes EU-Projekt im Burgenland Rechnung tragen. Im Rahmen der Initiative "Wandern auf pannonischen Pilgerwegen" sollen über 30 Wallfahrtsziele in allen Teilen des Landes touristisch vernetzt werden, so Tourismus-Landesrätin Michaela Resetar (V).

Das Wegenetz erstreckt sich beispielsweise von der Zeiselkapelle in Deutsch Jahrndorf über Loretto, Frauenkirchen (Bild), Kleinfrauenhaid und Neustift an der Rosalia über Kogl und Dörfl im Mittelburgenland bis nach Maria Bild im Bezirk Jennersdorf. "Der Pilger ist der Ur-Tourist und das Gehen ist die Ur-Form des Reisens. Pilgern bedeutet das angenehme Eins-sein mit Natur, Geist und Seele zu erleben", so Resetar.

EU deckt Großteil der Kosten
Beim Projekt "Wandern auf pannonischen Pilgerwegen" kooperieren die ARGE Naturparke, regionale Tourismusregionen, die Diözese Eisenstadt und das Benediktinerstift Pannonhalma in Ungarn. Die Kosten von 180.000 Euro werden zu 70 Prozent mit EU-Mitteln gefördert.

Tourismus und Kirche
Ziel sei es, ein burgenlandweites Angebot aufzubauen und die Partnerschaft von Tourismus, Kirche, Kultur, Landwirtschaft und Gewerbe zu stärken. "Eine einheitliche Beschilderung der Pilgerwege, Pilgerführer und Festlegung der Routen sind Maßnahmen, die einer entsprechenden Kooperation bedürfen", erklärte Resetar. (apa)

14.6.2005 09:38