BZÖ-Vizechefin Karin Miklautsch im großen NEWS-Interview: "Ich bin liberal."
- Ministerin bedauert mangelnde Aufarbeitung der NS-Zeit
- Für die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften
Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit Justizministerin und BZÖ-Vizechefin Karin Miklautsch über das BZÖ, Jörg Haider und über die mangelnde Aufarbeitung der Nazi-Zeit in Österreich.
Miklautsch stellt dabei klar, dass Positionen wie jene des Bundesrates Siegfried Kampl im BZÖ nichts verloren hätten: "Ich bin beim BZÖ, weil ich daran glaube, dass solche Positionen bei uns keinen Platz haben. Es hat keine Naziverfolgung in Österreich gegeben. Eine Täter-Opfer-Umkehr ist extrem gefährlich."
Über die gerade in Kärnten emotional aufgeladenen Diskussion zu den zweisprachigen Ortstafeln meint Miklautsch: "Im Grunde genommen fehlt auch hier die Aufarbeitung der Geschichte. Ich hätte kein Problem, wenn mehr zweisprachige Ortstafeln aufgestellt würden."
Zur Frage der Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe sagt Miklautsch: "Ich bin wirklich liberal und könnte mir das gut vorstellen, aber derzeit gibt es in Österreich keinen politischen Konsens dafür. Das ist mit der ÖVP nicht möglich. Wir prüfen, ob es noch diskriminierende Bestimmungen gibt. Falls ja, müssen diese beseitigt werden."
Auch ein Kopftuchverbot - wie von der FPÖ Wien angedacht - lehnt sie strikt ab: "Dann müssten wir auch österreichischen Frauen verbieten, ihr Kreuz zu tragen." Trotz der EU-kritischen Stimmung im BZÖ erklärt Miklautsch: "Ich bin nach wie vor eine überzeugte Europäerin. Brüssel sind de facto wir. Da haben wir als nationale Regierungen auch eine Bringschuld."
Zu Jörg Haiders "Boxenluder-Sager" erklärt die BZÖ-Vizechefin: "Das war natürlich sehr schwierig und alles andere als angenehm für mich. Dieser Sager war absolut entbehrlich, und das habe ich ihm auch gesagt."
Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!
