Mittwoch, 15. Juni 2005

Heftige Debatte über EU-Linie der SPÖ:
"Wer Kritik negiert, ist Totengräber der EU"

  • Gusenbauer fordert Kurswechsel von seiner Partei
  • Androsch in NEWS: "Bin entsetzt über Kehrtwende"

In der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS begründet SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer noch einmal den von seiner Partei für die EU verlangten Kurswechsel: "Wer Europa retten will, muss etwas ändern. ... Meine Kritik bezieht sich nicht auf die EU an sich oder auf anonyme EU-Bürokraten, sondern auf diejenigen, die die Politik machen, also auf die Staats-und Regierungschefs... Wer nicht erkennt, dass es massive Unzufriedenheit mit der EU-Politik gibt, der ist ein Totengräber der europäischen Idee...Es müssen Signale kommen, dass sich an der neoliberalen Politik in Europa etwas ändert."

Anders sieht dies der sozialdemokratische Industrielle Hannes Androsch , der sich "entsetzt" über die EU-Linie seiner Partei zeigt: "Die einzige Schlussfolgerung aus den beiden negativen Referenden in Frankreich und den Niederlanden... besteht nicht in einer Kehrtwendung von Europa weg, sondern in einer Wendung zu mehr Europa... Ich halte es für einen falschen Ansatz, das BZÖ rechts überholen zu wollen. Ich war zwar immer dagegen, Jörg Haider auszugrenzen, aber noch mehr bin ich dagegen, ihn rechts überholen zu wollen."

Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!

15.6.2005 14:19