Jacko hat den Kampf um Amerikas Herzen
verloren: 48 Prozent sind gegen Freispruch
- 19 Monate unter Anklage kostete Großteil seiner Fans
- Hautfarbe beeinflusst Meinung der Befragten über Urteil
Auch wenn er vor Gericht freigesprochen wurde: Umfragen zufolge hat Michael Jackson den Kampf um die Herzen der US-Amerikaner verloren. Nur wenige Stunden nach Verkündung des Urteils im Missbrauchprozess gegen den US-Popstar waren 48 Prozent der Befragten nicht mit dem Freispruch einverstanden, 28 Prozent davon gaben sich sogar empört über den Ausgang, meldete das Meinungsforschungsinstitut Gallup.
Nur 34 Prozent gaben an, dass die Geschworenen das richtige Urteil gefällt hätten. 26 Prozent "freuten sich" über den Prozessausgang.
Die Hautfarbe der Befragten beeinflusste anscheinend, wie sie über den Ausgang des Prozess dachten: Zwei von drei Weißen hätten lieber einen Schuldspruch gesehen, während zwei von drei Schwarzen den Freispruch für gerechtfertigt hielten, so das Ergebnis der Umfrage. Eine Mehrheit von 62 Prozent glaubte, dass Jacksons Berühmheit eine "große Rolle" in dem Verfahren gespielt habe.
Die 19 Monate unter Anklage haben Jackson laut Gallup einen Großteil seiner Fans gekostet. Die Hälfte der Befragten gab an, vorher Anhänger des Sängers gewesen zu sein, ihre Begeisterung jedoch im Laufe des Prozess verloren zu haben. Ein Viertel der Befragten gab an, den Star immer noch zu bewundern, bei den unter 55-Jährigen lag der Satz sogar bei 33 Prozent. Mit 49 Prozent hatten fast die Hälfte der Befragten sich die Urteilsverkündung live im Fernsehen angeschaut. Jackson, der unter anderem wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht gestanden hatte, war am Montag nach viermonatigem Prozess in allen zehn Anklagepunkten freigesprochen worden.
(apa/red)
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