So werden Sie zum Börsenprofi: Teil 1 präsentiert Ihnen "Die Basis zum Gewinn"
- FORMAT: Start zur 3-teiligen Serie über die Aktienwelt
- PLUS: Das Börse-ABC und die besten Tipps & Tricks!
·Großes Börse-ABC: Alles von 'A' bis 'Z'
FORMAT: Kleines Lexikon der wichtigsten Begriffe!
·FORMAT: Die zehn Schritte zum Aktionär
KLICKEN: Vom Depot bis
zur Hauptversammlung
·"Geld-Fieber": Die Reichsten der Welt!
Gates führt Ranking an.
PLUS: 5 Top-Österreicher!
Manchmal ist es gut, nicht auf seine Eltern zu hören. So wurde Warren Buffett, der erfolgreichste Investor aller Zeiten, in den fünfziger Jahren von seinem Vater beschworen, keine Aktien zu kaufen. Der Dow-Jones-Index, damals bei 240 Punkten, sei schon zu hoch. Buffett schlug die Warnungen seines Vaters, eines Aktienhändlers, in den Wind, legte zusammen mit sechs anderen Investoren ein Startkapital von 105.000 Dollar an der Wall Street an, wobei Buffett selbst nur 100 Dollar beisteuerte. Heute steht der Dow Jones bei 10.500 Punkten. Und Buffett, heute 74, blickt auf ein Vermögen von 44 Milliarden Dollar. Damit ist er knapp hinter Bill Gates der zweitreichste Mensch der Welt.
In einer neuen, dreiteiligen FORMAT-Serie lesen Sie, nach welchen Rezepten Buffett investiert, welche offiziellen und geheimen Spielregeln an der Börse gelten, wie auch Sie mit Aktien und Fonds kräftig Geld verdienen können und was Sie beachten müssen, um möglichst wenig Gewinn mit dem Finanzminister zu teilen.
Dafür muss man nicht einmal das Know-how von Warren Buffett haben. So hat der ATX, der Index der 22 wichtigsten österreichischen Aktien, seit Ende 2002 von 1.010 auf 2.950 Punkte zugelegt. Das heißt: Wer vor zweieinhalb Jahren einen Mix aus Wiener Aktien kaufte, hat heute den Einsatz fast verdreifacht.
Trotzdem sind die meisten Aktien noch immer günstig bewertet. Ein wichtiger Maßstab dafür ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es gibt an, das Wievielfache eines Jahresgewinns ein Unternehmen an der Börse wert ist. Je niedriger das KGV, desto billiger die Aktie.
Warten als Kardinaltugend
Entscheidend für den Erfolg eines Anlegers ist es, die Aktie möglichst dann zu kaufen, wenn das Unternehmen bei den Aktionären unbeliebt ist und sich der Kurs im Keller befindet. Falls dann das Papier wie ein Phönix aus der Asche steigt und zu Everybody's Darling wird, ist es an der Zeit, wieder Kasse zu machen.
Genau das ist das Erfolgsrezept, welches Warren Buffett zum Multimillionär gemacht hat. Er bevorzugt Aktien, die trotz guter Langfristchancen zum Schnäppchenpreis zu haben sind. Außerdem kauft er keine Aktie, deren Geschäftsmodell er nicht klar versteht - was Buffett auch am Kauf von High-Tech-Titeln hinderte. Punkte sammelt ein Unternehmen auch dann, wenn die Gewinne stabil steigen, weil es in seinem Bereich eine einzigartige, fast monopolartige Marktstellung besitzt.
Solide Bilanzen als Basis
Wer sein Geld von Buffett vermehren lassen will, kann auch mit einer geringeren Einstiegshürde beginnen - es gibt so genannte B-Aktien zum Preis von 2.793 Dollar. An Alternativen mangelt es nicht. Heute gibt es viele Fondsmanager, die sich eines konservativen, an soliden Bilanzen orientierten "Value"-Investmentstils à la Buffett bedienen.
Wer sich lieber nur auf Europa beschränkt, kann zum Beispiel auf den Nordea European Value (WKN 973.347, Zehnjahresertrag: 155 Prozent) oder den jüngeren JPMorgan European Strategic Value (WKN 933.913, Ertrag seit Juni 2004: 20,7 Prozent) setzen.
Eröffnung eines Wertpapierdepots
Grundvoraussetzung für jedes Börseninvestment, ganz gleich ob direkt oder mittels Fonds, ist die Eröffnung eines Wertpapierdepots. Die erste Grundfrage ist, wie viel Beratung man in Anspruch nehmen will. Die Zeit, die sich ein Bankberater nimmt, hat ihren Preis. So kann eine Order einer deutschen Aktie Mindestspesen von 80 Euro verursachen. Und bei Fonds wird oft der volle Ausgabeaufschlag verlangt, der bei Aktienfonds fünf Prozent und mehr beträgt. Wer meint, ohne Tipps der Hausbank auszukommen, fährt mit einem Onlinebroker wesentlich billiger.
Das notwendige Know-how, welche Aktie oder welchen Fonds man kaufen sollte, kann man sich über Zeitungen, Zeitschriften und das Internet verschaffen. Achtung: Börsenanalysten sind generell notorische Optimisten. Schließlich ist es die Hauptfunktion einer Analyse, den Aktienabsatz anzukurbeln. Deshalb gibt es fast keine Verkaufsempfehlungen. Dementsprechend ist eine Aktie, die auf "halten" oder "marketperform" gestuft ist, schon mit äußerster Vorsicht zu betrachten. Entscheidend ist gerade beim Investment in Einzelaktien, geduldig auf besonders gute Gelegenheiten warten zu können.
Noch mehr Infos finden Sie im Anschluss und im aktuellen "FORMAT"

