Geografische Nähe & hohe Löhne: Immer mehr Osteuropäer arbeiten in Österreich
- Ende Mai 216.000 Beschäftigte aus CEE-Ländern
- Serben stellen mit 53 Prozent größtes Kontingent
Ende Mai 2005 waren in Österreich fast 216.000 Menschen aus den Ländern Zentral- und Osteuropas (CEE) beschäftigt. Das waren um gut sechs Prozent oder rund 12.500 Personen mehr als vor fünf Jahren. Zurzeit macht der "Ost-Anteil" an der gesamten Ausländerbeschäftigung mit rund 57 Prozent mehr als die Hälfte aus.
Den weitaus größten Anteil an den CEE-Beschäftigten in Österreich stellen laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger mit rund 53 Prozent Arbeitskräfte aus Serbien-Montenegro (Ende Mai: 113.699 Personen), gefolgt von Arbeitnehmern aus Bosnien-Herzegowina (28.536) mit 13 Prozent sowie aus Ungarn (14.753) mit knapp 7 Prozent.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten aus den neuen EU-Ländern Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien lag Ende Mai bei fast 47.000. Seit der EU-Osterweiterung im Vorjahr ist sie um knapp ein Zehntel oder rund 4.000 Personen gestiegen. Seit Ende Mai 2000 hat sich die Zahl der Arbeitnehmer aus diesen Ländern, die sich in Österreich ihr Brot verdienen, sogar um gut ein Viertel oder rund 10.000 Personen erhöht.
Neben der geografischen Nähe Österreichs, das relativ gute Verdienstmöglichkeiten bietet, dürfte vor allem auch die vergleichsweise hohe Arbeitslosenrate in den CEE-Ländern für viele Osteuropäer der Grund sein, einen Job in Österreich zu suchen.
Für Ende Mai 2005 weist die Statistik im Fünfjahresvergleich teils deutliche Steigerungen aus. So stammten 14.753 Beschäftigte aus Ungarn (+38 Prozent), 13.215 aus Polen (+9 Prozent), 8.342 aus Tschechien (+/- 0 Prozent), 5.654 aus der Slowakei (+161 Prozent) und 4.919 aus Slowenien (+34 Prozent).(apa/red)

