Justizministerium gibt Antrag statt: Freies Geleit für den Ex-Libro-Chef Andre Rettberg
- Vorwurf der groben Fehler und betrügerischer Krida
- Rettberg ist im Jahr '01 nach Libro-Pleite untergetaucht
Das Justizministerium hat dem Antrag des flüchtigen früheren "Libro"-Chefs Andre Rettberg auf freies Geleit stattgegeben, das berichtet ein heimischer Radio-Sender. Die Justiz wirft Rettberg, der nach der spektakulären Pleite des Buchkonzerns 2001 untertauchte, grobe Fehler und betrügerische Krida vor.
Ein 2004 erlassener internationaler Haftbefehl gegen den früheren Manager hat bisher keinen Fahndungserfolg gebracht. Laut seinen Anwälten hatte sich Rettberg bereit erklärt, bei Zusicherung freien Geleits sich den österreichischen Justizbehörden zu stellen.
Das Landesgericht in Wiener Neustadt hatte im Februar angeboten, gegen eine Kaution von 200.000 Euro Rettberg freies Geleit zu gewähren. Dies war aber von seinen Anwälten aus Kostengründen abgelehnt worden. Nun hat laut Radio Ö3 das Justizministerium den Antrag Rettbergs, für den die Unschuldsvermutung gilt, bewilligt.
(apa/red)

