HVB-Engagement zu Ende: Randa wechselt
in den Vorstand von Magna International!
- Manager wird im Bereich Finance & Treasury tätig sein
- Plus: Stronach holte bereits viele prominente Networker
·Rudas, Reichhold, Randa, Westenthaler
Wieder ein prominenter Networker für Stronach
·Neue Magna-Fabrik kommt in Klagenfurt!
Landeshauptstadt konnte 4 Mitbewerber ausstechen
Gerhard Randa (60), bis vor kurzem Vorstand und COO der deutschen HypoVereinsbank (HVB) sowie Aufsichtsratspräsident der HVB-Tochter Bank Austria, wechselt mit sofortiger Wirkung zu Magna International (Toronto), dem Autozulieferkonzern des Austrokanadiers Frank Stronach.
Dies gab Magna am Dienstag bekannt. Randa wird als Vorstand (EVP) in Koordination mit den Vorständen Vince Galifi (CFO) und Peter Koob (EVP) für Finance & Treasury verantwortlich zeichnen.
"43 Jahre Bankgeschäft sind genug"
"43 Jahre Bankgeschäft sind genug", sagte Randa am Dienstag vor Journalisten in Wien. "Ich habe gesagt, ich gehe in die Industrie und ziehe mich aus der Bank zurück. Jetzt bin ich Kunde."
Magna-Boss Frank Stronach, der Randa geholt hat, freut sich, "dass es uns gelungen ist, einen international so renommierten und geschätzten Bankexperten wie Gerhard Randa für diesen wichtigen Bereich in unserem Unternehmen zu gewinnen". In der besonderen Struktur von Magna, in der die Holding eine Bankfunktion für die vielen operativen Einheiten wahrnehme, würden die Bereiche Finance & Treasury immer wichtiger.
Siegfried Wolf, Co-CEO von Magna International in Toronto: "Wir gewinnen damit einen Top-Experten in einem sehr wichtigen Zentralbereich dazu. Für die so genannten 'Automotive Guys' bei uns bedeutet dies, dass sie sich noch stärker auf das reine Automobilgeschäft konzentrieren können, weil wir im Finanzbereich mit Vince Galifi, Peter Koob und Gerhard Randa exzellent aufgestellt sind."
Aus operativen Funktionen ausgeschieden
Mitte Mai war Randa aus seinen operativen Bankfunktionen ausgeschieden. Am 12. Mai hatte er seinen Posten als Vorstand der bayerischen HypoVereinsbank (HVB) in München geräumt. Am 19. Mai trat er auch als einflussreicher Aufsichtsratspräsident der ebenfalls börsenotierten HVB-Tochter Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) in Wien zurück. Seit Mai ist er Aufsichtsrat der HypoVereinsbank. Die HVB wird in den nächsten Monaten mit dem italienischen UniCredit fusioniert. Dem Aufsichtsrat der neuen fusionierten Bank wird Randa nicht mehr angehören.
Randa sitzt in Wien im Vorstand der AVZ Stiftung, heute Vormittag erst wurde er auch zum Vorstandschef der "Industriestiftung" der Bank Austria Gruppe, der B & C Privatstiftung, gewählt. Randa, der lange Jahre Vorstandschef der Bank Austria war, gilt immer noch als "Mister Bank Austria", dessen größte Deals der Kauf der Creditanstalt (CA) und schließlich vor fünf Jahren der Verkauf an die HVB war.
"Konzept ist super"
Gerhard Randa bekräftigte seine positive Beurteilung des operativen Fusionskonzepts von UniCredit (Mailand) und HVB (München).
"Das industrielle Konzept" mit dem Dreieck Mailand, München, Wien samt Osteuropa sei überzeugend, sei "super", so Randa vor Journalisten heute, Dienstag, am Rande einer B&C-Stiftungs-Pressekonferenz.
Zu den angebotenen Übernahmepreisen (Tauschrelationen) äußert er sich weiter nicht. Bisher hat er dazu fest gestellt, dass sich die AVZ Stiftung das Übernahmeangebot sehr genau ansehen wird. UniCredit bietet für die HVB-Übernahme fünf eigene Aktien für je eine HVB-Aktie.
(apa)

