Trendwende bei Autos: Erstmals fahren in Österreich mehr Diesel- als Benzin-Pkw!
- Diesel-Pkw haben sich seit dem Jahr 1990 verfünffacht
- 1996 erreichte die Zahl der Benzinautos den Höhepunkt
Mit Ende Mai waren in Österreich rund 4,139.000 Autos angemeldet, davon 2,072.000 Diesel-Pkw und 2,067.000 Benzinfahrzeuge. Damit waren in Österreich erstmals mehr Diesel als Benziner zugelassen, teilte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Dienstag in einer Aussendung mit. Die Zahl der Diesel-Pkw habe sich somit seit dem Jahr 1990 verfünffacht.
Laut VCÖ hatte der Benzin-Boom 1996 mit 2,766.911 Pkw den Höhepunkt erreicht. Seither ist deren Zahl stark gesunken. Der Siegeszug der Diesel-Pkw begann kurz vor der Einführung der Katalysatorpflicht im Jahr 1987. "Ende 1984 gab es rund 110.000 Diesel-Pkw, 1987 waren es bereits doppelt so viele, 1992 fünf Mal so viele und heute sind es fast 19 Mal so viele", so VCÖ-Experte Wofgang Rauh. Die Grenze von einer Million wurde im Jahr 1997 überschritten.
Eine Ursache für den Dieselboom in Österreich sei die steuerliche Begünstigung dieses Treibstoffs, betonte der VCÖ. Die Mineralölsteuer auf Diesel ist demnach um elf Cent pro Liter niedriger als auf Benzin. Ein nicht erfreulicher Zustand, wie der VCÖ zum wiederholten Male betonte. "Auf Grund des Wissens über die deutlich höhere Schädlichkeit von Diesel- gegenüber Benzin-Abgasen ist die niedrigere Mineralölsteuer auf Diesel nicht gerechtfertigt", kritisiert Rauh.
(apa)

