Mittwoch, 15. Juni 2005

Nach Entscheidung von Hofmann: ÖFB- Teamchef Krankl erfreut über Bekenntnis

  • Gespräche sollen nach Rapids Trainingsbeginn starten
  • Rapid-Kapitän kündigt an, künftig für Austria zu kicken

Grundsätzlich positiv, aber noch mit ein wenig Vorsicht nahmen ÖFB-Teamchef Hans Krankl und -Generalsekretär Alfred Ludwig das im "Sportmagzin" (Donnerstag-Ausgabe) erscheinende Bekenntnis von Rapid-Kapitän Steffen Hofmann auf, in Zukunft für Österreichs Nationalteam spielen zu wollen. "Ich freue mich, wenn er sich tatsächlich so entschieden hat", meinte der oberste Fußball-Trainer Österreichs.

Er würde sicher eine gute Ergänzung in seinem Kader sein, fügte Krankl hinzu und hofft, dass Steffen gesund bleibt, sich gut auf die neue Saison vorbereiten kann und möglichst rasch zu seiner zuletzt hervorragenden Form findet. "Es wäre allen geholfen, ihm selbst, Rapid und unserem Team. Ab der ersten Runde werde ich ihn - wie alle anderen Teamkandidaten - genau beobachten", so der derzeit auf Urlaub weilende Wiener.

Dass der Regisseur aus Deutschland, der mit eine Wienerin verheiratet ist, möglicherweise schon am 17. August im freundschaftlichen Testspiel in Graz gegen die Schotten sein Debüt im ÖFB-Dress geben könnte, darauf wollte sich der 52-jährige Krankl nicht festlegen. Letztlich spielt es auch eine Rolle, wie der Noch-Legionär in den Wochen davor in Schuss ist. Dazu kommt vorher noch die erforderliche Erledigung der Einbürgerung und ein Gespräch mit dem ÖFB, das der Verband in den Tagen nach Rapids Trainingsbeginn (Donnerstag) suchen wird.

Verhandlungen gehen schon ein halbes Jahr
Alfred Ludwig, nach dessen Aussagen der ÖFB mit Hofmann schon ein halbes Jahr verhandelt hat, meinte zu der jüngsten Entwicklung wie sie sich im "Sportmagzin" darstellt: "Ich freue mich, wenn es so wäre und er das auch so uns gegenüber sagt. Wir werden mit ihm, wenn er aus dem Urlaub kommt, ein Gespräch führen, so sind wir verblieben. Den Artikel möchte ich nicht kommentieren. Für uns zählen die Aussagen, die Steffen uns gegenüber macht."

Natürlich erfreut, aber doch etwas überrascht war Andreas Ivanschitz von Hofmanns Aussagen. "Wir haben über dieses Thema im Klub nie geredet. Ich hätte gedacht, er lässt sich damit noch ein wenig Zeit. Aber Steffen würde uns sehr weiterhelfen, da mache ich mir gar keine Gedanken. Er wäre für Österreich eine Bereicherung, kann ein wichtiger Spieler im Team werden", so der ÖFB-Teamkapitän.

Ivanschitz und der Noch-Deutsche Hofmann spielen im grünweißen Mittelfeld des Meisters zusammen - eine Kombination die man vielleicht auch bald auf Team-Ebene sehen könnte. Wenn am Donnerstag Rapid-Trainer Josef Hickersberger, der mit Hofmann noch keinen telefonischen Kontakt hatte, seine Truppe erstmals nach der Sommerpause wieder zum Training bittet, dann werden nicht nur Ivanschitz und Hofmann viel zu reden haben.
(apa)

15.6.2005 11:15