Nicht wurde es aus der Sensation: Luis Figo kickt nun doch nicht in der Mozartstadt
- Mayrleb und Miranda die zwei letzten Neuen bei Red Bull
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·Salzburgs Fußball in
neuem Kleid: BILDER
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·"Wir müssen an der Spitze mitspielen"
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Slowene unterschrieb für 3 Jahre bei Red-Bull-Team
Red Bull Salzburg hat sein umfangreiches Einkaufsprogramm vorerst abgeschlossen. Bei der Team-Präsentation in Salzburg wurden am Montag Vormittag der bisherige Tirol-Stürmer Wolfgang Mair sowie der chilenische Defensivspieler Sebastian Miranda als Zugänge 13 und 14 präsentiert.
Es wäre nicht Red Bull, wäre nicht alles zumindest drei Nummern größer. Und dennoch stilvoll. Chef Dietrich Mateschitz hat am Montag im Salzburger Hangar 7 mit einer Megashow sein neuestes Kind präsentiert. Die Ära des Fuballklubs Red Bull Salzburg hat begonnen. Dank 14 Neuverpflichtungen ist der 22-Mann-Kader mehr als nur konkurrenzfähig bestückt. Der Verein, vergangene Saison als Vorletzter der T-Mobile Bundesliga gerade noch dem Abstieg entkommen, zählt 2005/06 zu den Titelanwärtern.
Mateschitz lässt Medien-Vertreter einfliegen
Mateschitz hat sich zur Präsentation am Montagvormittag auch Vertreter der Wiener Medien einfliegen lassen. Vielleicht, weil er ihnen zeigen wollte, wo künftig das Fußball-Herz Österreichs pocht. Vielleicht aber auch nur, weil er der Presse einen - zugegeben genialen - Ausflug mit der Douglas DC 6, der ehemaligen Tito-Maschine, spendieren wollte.
Der Empfang am Flugfeld zwischen Hangar sieben und acht war dann mehr als nur ungewöhnlich. Da standen den vom Himmel kommenden Gästen 22 Spieler Spalier, jeder von ihnen leger gekleidet - Sportschuhe, Jeans, weißes, offenes Hemd, schwarzes Sakko. Darunter waren auch der Chilene Sebastian Miranda (24) und Wolfgang Mair (25), die am Sonntagabend als Nummer 13 und 14 verpflichtet wurden. Dass Luis Figo, der in den vergangenen Tagen als Transfersensationsgerücht durch die Gazetten gegeistert war, "fehlte", kümmerte niemanden.
Ziel ist ein Top-3-Platz
Die offizielle Begrüßung übernahm Hausherr und Gastgeber Mateschitz im Hangar 7, in dem mit Kunstrasen, wie er im Salzburger EM-Stadion den Kickern eine Spielwiese bietet, ein kleines Spielfeld ausgelegt war. "Es geht nicht um Millionen, nicht um mich, sondern um den Sport. Bitte konzentrieren sie sich darauf. Wenn ich höre, die Formel 1 kostet uns 200 Millionen, dann ist es nicht einmal die Hälfte. Und 35 Millionen für den Fußball? Nicht einmal die Hälfte ist richtig", stellte der Energy-Drink-Boss klar.
"Ich weiß, dass die Erwartungshaltung groß ist. Wir werden uns bemühen, guten Sport zu bieten, das ist das primäre Ziel." Nachsatz: "Wir wollen nicht mehr warten auf Roberto Carlos und Figo. Wir wollen jetzt einfach anfangen."
Sechs österreichische Teamspieler im Kader
Im 22-Mann-Kader stehen 19 Feldspieler und drei Torleute. Sechs Akteure sind österreichische Teamspieler, fünf Legionäre sind in ihren Nationalteams engagiert. Die Neuerwerbungen sind neben Miranda und Mair Torhüter Alexander Manninger, Markus Schopp, Vratislav Lokvenc, Roland Kirchler, Patrick Jezek, Christian Mayrleb, Thomas Linke, Aleksander Knavs, Mark Janko, Ezequiel Carboni, Alexander Zickler und Alexander Schwedler.
"Alle 22 sind Wunschspieler von mir, sonst wären sie nicht im Kader. Namen, wie sie durch die Medien gegangen sind, sind Utopie. Aber die Nummer zehn ist frei, es ist auch noch Zeit", sagte Trainer Kurt Jara, der mit vielen seiner aktuellen Spieler schon früher persönliche Erfahrungen gemacht hat. "Die anderen Klubs sind bei jeder Verpflichtung unruhiger geworden, wir wurden in die Favoritenrolle gedrängt. Das ist normal. Unser Ziel ist ein Platz unter den Top Drei", gibt er vor.
Der Rummel im Hangar 7 war groß, auch viele Salzburg-Anhänger wollten bei der öffentlichen Geburtsstunde ihrer Mannschaft dabei sein. "Es wäre auch okay, wenn am 13. Mai, dann endet die Meisterschaft, der Flughafen so gefüllt ist, dass kein Flugzeug landen kann", war auch dem sonst so besonnenen Jara die Euphorie an diesem Tag anzumerken.
Kein Luis Figo-Transfer
Vor der Teampräsentation machte ein heißes Gerücht die Runde: Der portugisische Star Luis Figo wurde mit den Mozartstädtern in Verbindung gebracht. Vor allem Spaniens Presse sah den Real Madrid-Star schon an der Seite von Zickler, Lokvenc & Co. Der Portugiese ist bei den "Königlichen" nicht mehr gefragt, kann trotz eines noch laufenden Vertrags bis 2006 ablösefrei ziehen. Als größter Stolperstein gilt nur das astronomische Gehalt des Klassekickers. Das dürfte wohl auch Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz zu hoch gewesen sein...
(apa/red)
