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- "Unfall hat Einstellung zum Autorennen nicht verändert"
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Vor einem Jahr schrammte Ralf Schumacher in Indianapolis "knapp an einer Katastrophe" vorbei. Doch vor der Rückkehr fürchtet er sich nicht, obwohl heuer nach der vielfach umstrittenen Regeländerung ein Reifensatz für die Qualifikation am Samstag und das Rennen am Sonntag halten muss.
Schumacher war vor einem Jahr nach einem Reifenschaden beim Rennen in Indianapolis schwer verunglückt. Mit 297,6 Stundenkilometern krachte der damalige BMW-Williams-Pilot im berühmtesten Nudeltopf der Welt in die Betonmauer. Auch der momentane WM-Spitzenreiter Fernando Alonso aus Spanien war mit seinem Renault spektakulär abgeflogen.
Schumacher R.: "Unfall hat meine Einstellung nicht geändert"
"Ich denke mit einem unguten Gefühl an die beiden Unfälle, zumal man jetzt einem einzigen Satz Reifen diese Dauerbelastung zumutet", sagt der ehemalige Rennfahrer Marc Surer vor dem Grand Prix auf dem Hochgeschwindigkeitskurs. Doch Schumacher bleibt cool: "Der Unfall hat meine Einstellung zum Autorennen nicht verändert. Ich gehe mit der gleichen Professionalität an die Arbeit in Indy, mit der ich auch bei anderen Rennen an den Start gehe. Außerdem hatte ich schon viele andere Unfälle, die meine Schnelligkeit nicht beeinflusst haben."
Zuletzt war der Finne Kimi Räikkönen auf dem Nürburgring in seinem Silberpfeil ein Opfer der Regeln und vor allem des eigenen Ehrgeizes geworden. "Die FIA muss einsehen, dass sie mit der neuen Reifenregel einen Fehler gemacht hat. Das Reglement kann lebensgefährliche Folgen haben. Bei einem Reifenplatzer bei 300 Stundenkilometern kann auch ganz schnell mal einer sein Leben lassen", sagte Ralf Schumacher.
Schwere Gehirnerschütterung und Wirbelbruck bei Unfall letztes Jahr
Bei seinem Horrorcrash vor zwölf Monaten hatte er sich eine schwere Gehirnerschütterung zugezogen und zwei Brustwirbel gebrochen. Die Wirbelbrüche waren von den Ärzten zunächst nicht erkannt worden. Der 29-Jährige durfte nach Hause fliegen. Einen Tag vor seinem Geburtstag am 30. Juni kam bei einer Untersuchung durch Spezialisten etwas anderes heraus. "Die Diagnose der Ärzte war schon der Hammer, ich war ziemlich schockiert."
Ralf Schumacher verpasste sechs Rennen und kehrte erst wieder beim Großen Preis von China am 26. September in seinen BMW-Williams zurück. Im Krankenstand gab er seinen Wechsel zu Toyota bekannt, wo er seit dieser Saison im Cockpit sitzt.
(apa/red)
