Kampf um WM-Krone: Räikkönens Aufhol-jagd soll auch in Indianapolis weitergehen
- Alonsos schwarze Indy-Bilanz macht McLaren-Pilot Mut
- BMW-Williams-Streit: Heidfeld flirtet mit anderen Teams
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Mit drei Siegen in den vergangenen vier Rennen ist Kimi Räikkönen in der Formel-1-WM Leader Fernando Alonso ein gehöriges Stück näher gerückt. Vor dem USA-Grand-Prix trennen den Spanier und den Finnen "nur" noch 22 Punkte, in Indianapolis soll die Aufholjagd des McLaren-Stars fortgesetzt werden. "Der Motor-Speedway in Indianapolis ist legendär und so wie Monaco und Spa ein Ort, an dem jeder Pilot einmal gewinnen möchte", meinte Räikkönen.
Der "Iceman" sieht Ähnlichkeiten mit Montreal, wo er vergangenen Sonntag triumphiert hat. "Auch Indy ist ein Hochgeschwindigkeitskurs mit Spitzen von bis zu 335 km/h und der längsten Vollgaspassage des Jahres." Auf der anderen Seite gilt es jedoch das Auto auch ideal auf das kurvenreiche, langsame "Infield" des Kurses abzustimmen.
Genau diese einmalige Kombination aus Vollgas und Feingefühl macht für Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug den besonderen Reiz des Rennens aus. "Das ist für Motor, Reifen und Chassis einzigartig." Haug rechnet vor, dass der Kampf um die WM-Krone für Kimi und Co. noch lange nicht verloren ist: "Im Laufe dieser Saison ist Kimi in 224 der 505 Runden auf Platz eins gelegen, das sind 40 Prozent!"
Alonso in Indy noch nie im Ziel
Auch die alles andere als berauschende Bilanz von Alonso macht McLaren Mut. Der Spanier hat bei bisher drei Starts noch kein einziges Mal die Zielflagge gesehen. "Ich hatte hier in Indy immer sehr viel Pech. Aber in dieser Saison ist das Glück mit mir, ich hoffe auch am Sonntag", meinte der Renault-Pilot, der vier der bisherigen acht Saisonrennen gewonnen hat.
Nick Heidfeld geht unterdessen in die Offensive. Der sonst so zurückhaltende BMW-Williams-Pilot räumte ungewohnt offen erste Kontakte zu anderen Rennställen ein. "Es gab lose Gespräche mit einigen Teams, aber es ist noch zu früh, um sich für die kommende Saison festzulegen", erklärte der Deutsche vor dem 60. US-Rennen der F1-Geschichte.
Vor dem Hintergrund des Streits zwischen BMW und Williams mit ungewissem Ausgang weiß Heidfeld ganz genau, was er will: "Wenn sich das Transferkarussell zu drehen beginnt, möchte ich in der bestmöglichen Position sein." Vor dem neunten Saisonrennen auf der größten Motorsportanlage der Welt in Indianapolis ist "Quick Nick" als WM-Vierter der beste deutsche Fahrer.
(apa)
