Montag, 13. Juni 2005

Wieder drei WM-Punkte für Coulthard und Klien: RBR zieht zufriedene Kanada-Bilanz

  • Neben Ferrari als einziges Team beide Autos im Ziel
  • Klien: "Keinen Fehler, aber eines der härtesten Rennen"

Das österreichische Formel-1-Team Red Bull Racing hat nach dem Grand Prix von Kanada ein zufriedenes Resümee gezogen. Als einziges Gespann neben den Ferraris von Michael Schumacher und Rubens Barrichello landeten David Coulthard und Christian Klien in Montreal in den Punkterängen. Die Plätze sieben und acht waren weit mehr, als man sich nach dem Training erwarten durfte. Für Klien war es nach vier Rennen Pause ein geglücktes Comeback.

Der Vorarlberger war mit seiner Leistung hoch zufrieden: "Ich habe keinen Fehler und einen Punkt gemacht, das ist wirklich sehr gut. Es war eines meiner härtesten Rennen. Mein Start war nicht so gut und der Wagen schwierig zu fahren", meinte der 22-Jährige. "Als mich die Top-Leute überholt haben, habe ich durch die blauen Flaggen einiges an Zeit verloren. Danach hatte ich aber einige freie Runden, da konnte ich noch einmal Druck machen."

Während Kliens Wagen untersteuerte, war es bei Coulthard ein Übersteuern. "Das war ein schwieriges Rennen", meinte auch der Brite. "Jetzt müssen wir daran arbeiten, in das Ganze Beständigkeit zu bekommen."

Für Sport-Direktor Christian Horner haben die beiden Piloten das Maximum heraus geholt: "Auf mehr durften wir nicht hoffen. Wir wussten ja, dass wir von der Geschwindigkeit her nicht mithalten können, aber wir haben unsere Chancen genützt und sind mit einem soliden Ergebnis aus dem Rennen gekommen."

Mit neuem Motor soll weitere Verbesserung kommen
Die Red Bull haben nun weiterhin in allen bis auf einen Saison-Grand-Prix Punkte geholt, was auch Dave Prigg von Motoren-Lieferant Cosworth begeistert zur Kenntnis nahm: "Der TJ2005 10-Motor hat wirklich gute Arbeit geleistet. Mit der Einführung des TJ2005 12 in Indianapolis wird Red Bull einen weiteren Schritt nach vorne machen."

Patrick Friesacher ist zwar auch mit Cosworth-Antrieb unterwegs, am Montreal-Wochenende kam er aber nicht viel vorwärts. Sein Wagen blieb in der 39. Runde mit einem Elektronik-Defekt liegen, der Teamkollege des Kärntners war da doch besser. Denn in der Startaufstellung war der Niederländer Christijan Albers klar vor Friesacher gestanden und mit Platz elf kam er in diesem ausfallsreichen Rennen immerhin in die Wertung - wenn auch als Letzter.
(apa/red)

13.6.2005 15:34
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