Schwimmen: Maxim Podoprigora trotz verpasstem Limit für die WM nominiert
- Auf Verbandsbeschluss: "Eine sportliche Lösung"
Der Österreichische Schwimmverband nimmt Ex- Vizeweltmeister Maxim Podoprigora trotz mehrmals knapp verpasstem WM-Limit zu den Titelkämpfen Ende Juli (17. bis 31.) nach Montreal mit. Diesen OSV-Vorstandsbeschluss gab Präsident Paul Schauer am Freitag bekannt.
"Er ist ein Aushängeschild des österreichischen Schwimmsports", begründete Schauer die Entscheidung, den 27-jährigen Brustschwimmer nach Kanada zu entsenden. "Es ist eine sportliche Lösung. Maxim in eine weitere Limitjagd zu hetzen ist so knapp vor WM-Beginn im Sinne des Leistungsaufbaus bestimmt nicht sinnvoll", so der OSV-Präsident. Podoprigora war in den vergangenen Tagen sowohl beim Mare-Nostrum- Meeting in Rom (um 0,17 Sek.) als auch in Monte Carlo (0,35) über 200 m Brust jeweils um wenige Hundertstel an der WM-Norm gescheitert. Bei seiner letzten Chance am Mittwoch über 100 m fehlten dem WM- Silbermedaillengewinner von Fukuoka 2001 (200 m Brust) lediglich neun Hundertstel.
Im vergangenen Jahr war Fabienne Nadarajah, die als inzwischen 20- jährige Maturantin auf der Kurzbahn bereits bei zwei Bronzemedaillen über 50 m Delfin hält, über 100 m Delfin auf der Langbahn um 30/100 am Olympia-Limit für Athen gescheitert. Bei den Olympischen Spielen durfte Österreichs Sprint-Hoffnung dennoch nicht antreten.
Jedoch entfallen nur Entsendungen zu Welt- und Europameisterschaften in die alleinige Entscheidungskompetenz des OSV, dessen Vorstand außerdem eine Verlängerung der Qualifikationsperiode bis 8. Juli beschloss. Neben Podoprigora und Nadarajah haben auch Markus Rogan, Mirna Jukic, Dominik Koll, Marilies Demal, Sebastian Stoss und Nina Dittrich ihre Startplätze für Montreal sicher. Im Wasserspringen starten Anja Richter, Marion Reiff und Veronika Kratochwil, im Synchronschwimmen Lisbeth Mahn.
(apa)
